Vorarlberg ist kein Hotspot mehr

Vorarlberg / 28.11.2020 • 05:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Beschränkungen wirken allem Anschein nach: Der Zuwachs bestätigter Infektionen ging deutlich zurück. <span class="copyright">VN/Steurer</span>
Die Beschränkungen wirken allem Anschein nach: Der Zuwachs bestätigter Infektionen ging deutlich zurück. VN/Steurer

Zuwachs bestätigter Infektionen in zwei Wochen auf durchschnittliches Niveau gesunken.

schwarzach In Vorarlberg und im Bezirk Dornbirn ist in den vergangenen zwei Wochen etwas geschehen, was auch im überregionalen Vergleich außergewöhnlich ist: Der Zuwachs bestätigter Infektionen hat sich landesweit von 850 auf 389 mehr als halbiert. Im Bezirk Dornbirn ist er gar noch stärker, von 1038 auf 359, zurückgegangen. Ergebnis: Vorarlberg ist in Österreich nicht mehr das Land mit der höchsten Inzidenz; sie entspricht nunmehr eher dem Durchschnitt von 384 vom Boden- bis zum Neusiedlersee. Dornbirn ist im Land plötzlich der Bezirk, der knapp, aber doch die niedrigste Inzidenz aufweist. 

Allerdings: Das Infektionsgeschehen befindet sich trotz dieser Einbrüche noch immer auf einem extrem hohen Niveau. Das verdeutlicht der Umstand, dass Deutschland Regionen gewöhnlich erst dann von der Liste sogenannter Risikogebiete nimmt, wenn sie eine Inzidenz von weniger als 50 haben.

Vorarlberg ist kein Hotspot mehr

Besonders in der süddeutschen Nachbarschaft sind die Werte viel niedriger als in Vorarlberg. Der Landkreis Ravensburg hält eine Inzidenz von 66, Lindau ist gerade unter 100 auf 79 gerutscht. „Dies bestärkt uns in den getroffenen Maßnahmen“, betont Landrat Elmar Stegmann und belohnt die Bevölkerung mit Lockerungen: Auf stark frequentieren Plätzen fällt die Maskenpflicht, Schulen können wieder zu regulärem Unterricht übergehen.

So gut wie in Lindau läuft es nicht überall in Bayern. In der Stadt Passau ist die Zahl bestätigter Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gestern auf 439 gestiegen. Oberbürgermeister Jürgen Dupper verkündete daher strenge Ausgangsbeschränkungen. Passauer dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Auch in der Schweiz gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt ist der Höhepunkt der zweiten Welle vorbei. Da und dort breitet sich das Virus aber aus. Zum Beispiel in Bern; im Kanton ist die Sperrstunde für die Gastronomie daher auf 21 Uhr vorverlegt worden.

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