Pause belastet Rankler Sportschützenverein

Vorarlberg / 20.04.2021 • 15:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mehr als ein Jahr dauert die coronabedingte „Waffenruhe“ beim Sportschützenverein schon an. <span class="copyright">VN/Knobel</span>
Mehr als ein Jahr dauert die coronabedingte „Waffenruhe“ beim Sportschützenverein schon an. VN/Knobel

Monatelang war kein Spiel- und Trainingsbetrieb im Vereinslokal möglich. Einnahmen fehlen.

Rankweil Die Corona-Pandemie bringt den Sportschützenverein Rankweil in große Schwierigkeiten. Mehr als ein Jahr dauert nun schon der sportliche Stillstand. Nur für kurze Zeit war im September und Oktober letzten Jahres ein dezimiertes Training für die aktiven Schützen möglich – an Wettkämpfe und normale Übungseinheiten in den Räumlichkeiten des ehemaligen Areals der Firma Thien in der Hadeldorfstraße ist im Moment nicht zu denken.

„Zum Glück werden wir von der Marktgemeinde Rankweil gut unterstützt und gefördert, sonst wäre sogar der Fortbestand des Klubs in Gefahr“, sagt Sportschützenverein-Obmann Stefan Abbrederis. Vor allem die zweimalige Absage des traditionellen Krapfenschießens, das üblicherweise mit viel Publikumsinteresse verbunden ist, tut dem rührigen Verein weh. Auch die Event-Besuche vieler Firmen oder Vereine anderer Sportarten im SSV-Trainingslokal fallen weg. Die fehlenden Einnahmen – sei es durch die Bewirtung oder die Eintrittsgelder – sorgen für finanzielle Schwierigkeiten.

Immerhin: Seit ein paar Wochen dürfen die rund 20 Jugendlichen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder trainieren. Komplett ausgeschlossen vom Spielbetrieb bleiben nach wie vor die Erwachsenen. „Wir strecken uns nach der Decke – von einem Normalbetrieb sind wir weit entfernt. Hoffentlich wird es bald wieder besser“, so Abbrederis.

Fokus auf Nachwuchstalente

Der Sportschützenverein Rankweil widmet sich seit der Gründung vor zwölf Jahren ganz intensiv der gezielten Nachwuchsarbeit. Die Förderung von Nachwuchsathleten steht an oberster Stelle.

Nachwuchstalent Marina Hummer kann nun wieder trainieren.
Nachwuchstalent Marina Hummer kann nun wieder trainieren.

Mehr als zehn österreichische Staatsmeistertitel haben die Jugendlichen schon geholt. Mit der erst 16-jährigen Marie Schrotter stellt der Klub aktuell die österreichische Rekordhalterin in der Jugendklasse in der Luftpistole über die Zehn-Meter-Distanz. Die vierfache Staatsmeisterin ist auch das Aushängeschild des Vereins. „Ein grundsätzliches Talent haben alle jungen Sportler. Der Wille zum Training und für eine sportlich möglichst gute Zukunft ist groß. Wir wollen im Bereich Jugend die Basis für eine spätere erfolgreiche Laufbahn schaffen“, so Nachwuchstrainer Arnold Schrotter. Sobald es wieder erlaubt ist, werden vom Verein Werbeaktionen gestartet, um noch mehr Jugendliche zu gewinnen. Die Zeit bis dahin wird anderweitig genützt: In den letzten Monaten hat der SSV den Boden im Trainingslokal erneuert und die elektronische Schießanlage auf den neuesten Stand gebracht. VN-TK