Der Wald ist Leben, Schutz und. . .

Vorarlberg / 27.04.2022 • 05:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Wald ist Leben, Schutz und. . .
Der Wald ist eine Lebensquelle für Mensch und Natur. Die Waldstrategie 2030 plus soll die Zukunft des Waldes gewährleisten. APA

Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird sich der Wald mit neuen Baumarten erneuern.

Bregenz Kraftquelle, Ruhe-und Erholungszone, Schutzgeber, Energiespender, Ort der Mythen und Märchen: Was ist der Wald nicht alles. Und weil diese spezielle Zone so viele Funktionen hat, muss sie bewahrt gleichwohl wie weiterentwickelt werden.

Wald ist gewachsen

98.000 Hektar Waldflächen gibt es in Vorarlberg, über 10.000 Hektar mehr als noch in den 70er-Jahren. Doch der Wald ist im Wandel. “Wir werden den Wald behalten, auch wenn er ein anderer wird. Wir wissen, was zu tun ist”, sagt Andreas Amann, Vorstand der Abteilung Forstwirtschaft im Land. Was das ist, erläutert der Experte sogleich: “Es wird neue Baumarten geben müssen, die sich dem Klimawandel anpassen.” Amann spricht von heimischen Baumarten, wie eine neue Sorte der Esche, die gerade aktuell im Raum Feldkirch auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet wird. Es sind aber auch ausländische Baumarten wie die Duglasie, die Edelkastanie, die Roteiche oder die Schwarznuss, die den heimischen Wald künftig am Leben und in Funktion halten sollen.

Es wird im Vorarlberger Wald neue Baumarten geben müssen, die sich dem Klimawandel anpassen.”

Andreas Amann, Leiter Forstabteilung Land

CO2-Speicher

Der Wald kann viel, führt Agrar-Landesrat Christian Gantner ins Treffen. “Er ist ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere, Energiespender, Ruheort für Menschen und hat eine hohe Schutzfunktion. Gewisse Siedlungen könnten ohne den Schutz durch Bäume nicht existieren”, sagt Gantner, der sich über den einstimmigen Landschaftsbeschluss zur Waldstrategie 2030 plus freut.

Die problemlos zu deckende Nachfrage nach Holz könne dem Wald in seiner Entwicklung helfen, meint Amann. “Das Schlägern von alten Bäumen gibt der Pflanzung neuer Bäume Raum.”

Zu einem gesunden Wald mit der so wichtigen CO2-Speicherfähigkeit gehören laut Meinung der Forstexperten auch Tiere. “Doch da muss das Verhältnis schon stimmen”, betont Amann mit Verweis auf das Gefahrenpotenzial durch zu viel Wildverbiss.

Die Hauptbaumart des Vorarlberger Mischwaldes ist immer noch die Fichte.