Auszeichnung für Begegnungscafé

Vorarlberg / 03.12.2022 • 13:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Preis-der-Orden-Gewinner aus dem Ländle: „dieQuelle.komm“ – das Begegnungscafé in Feldkirch.<span class="copyright"> ÖOK/emw</span>
Die Preis-der-Orden-Gewinner aus dem Ländle: „dieQuelle.komm“ – das Begegnungscafé in Feldkirch. ÖOK/emw

“dieQuelle.komm” am Bahnhof Feldkirch, betrieben von der Frohbotschaft Batschuns, erhielt kürzlich den Preis der Orden.

Feldkirch Unter 28 österreichweit eingereichten Projekten ist „dieQuelle.komm“, betrieben vom Werk der Frohbotschaft Batschuns, von der Jury der Vereinigung der Ordensgemeinschaften Österreichs für einen der drei vergebenen Preise ausgewählt worden. Die Verleihung fand kürzlich im Rahmen des Österreichischen Ordenstages statt. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert, der zu gleichen Teilen auf die drei Gewinner aufgeteilt wird.

Ein Herzensort

Seit 2017 gibt es das Begegnungscafé der Frohbotinnen direkt am Bahnhof Feldkirch bereits. Jeweils zwei Ehrenamtliche empfangen am Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagnachmittag die Gäste, bieten ihnen gratis Kaffee oder Tee an und stehen für Gespräche oder als Lern- oder Spielpartner zur Verfügung. Der Treffpunkt ist für jede und jeden offen: Menschen, die als Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, Menschen, die sich einfach über Gesellschaft freuen, die unter Einsamkeit leiden oder mit psychischen Störungen leben, oder die einfach nur die Wartezeit bis zur Weiterfahrt mit dem Zug überbrücken wollen.

„Es ist ein Projekt, das ganz bewusst auf professionelle Beratung und Unterstützung verzichtet und ein Herzensort sein will, ganz im Sinne von ‚Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.‘ (Mt 11,28)“, so die Frohbotinnen. „In den Regeln einer katholischen Gemeinschaft zu lesen, dass die Mitglieder der Gemeinschaft sich mit den Strukturen, in denen Menschen leben, auseinandersetzen, macht aufmerksam. Und neugierig darauf, wie das umgesetzt wird. Mit dem Projekt „dieQuelle.komm“ wird über die Grenzen der Wohlfühlzone hinausgegangen, was schon am Ort – in Bahnhofsnähe, nie ein ‚gutes‘ Viertel – ersichtlich ist. Alle werden willkommen geheißen. Kommen tun vor allem Menschen, die im eigentlich öffentlichen einen privaten sozialen Raum suchen. Paradox?“, erklärte Laudatorin Rita Kupka-Baier bei der Preisverleihung über das ausgezeichnete Projekt dieQuelle.komm.

Das Werk der Frohbotschaft ist stetig auf der Suche nach weiteren Freiwilligen für das Begegnungscafé in Feldkirch. Interessierte können sich unter der Telefonnumer 05572/40 10 90 melden oder einfach in der Quelle.komm vorbeikommen.

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