Der Countdown läuft: Neues Bregenzer Stadthotel kurz vor der Fertigstellung

Nicht nur die Fassade, sondern auch der Name „kleiner Löwe“ hat Geschichte.
Bregenz Noch sind die Fenster abgeklebt, Handwerker gehen ein und aus, doch das soll sich bald ändern. Die Bauarbeiten am neuen Bregenzer Stadthotel „kleiner Löwe“ befinden sich auf der Zielgeraden. Die Eröffnung ist am 5. April geplant.


Die Fassade des Hauses am Kornmarktplatz 5 in Bregenz prägt schon seit über 200 Jahren das Stadtbild. Ursprünglich war hier eine Bierbrauerei, später das erste Kino der Landeshauptstadt, ein Möbelhaus, eine Bank, ein Feinkostladen und zuletzt ein Nachtclub. Im November 2013 wurde das Gebäude durch einen Dachstuhlbrand schwer beschädigt. Johannes Glatz (42) und seine Partnerin Lisa Rümmele (41) haben der Immobilie wieder Leben eingehaucht.

„Man denkt, man kommt in ein altes Haus, dem ist aber nicht so. Bis auf die Fassade ist alles neu. Das war die Grundidee des Entwurfs“, erzählt Geschäftsführerin Lisa Rümmele. Das Hotel wurde, wie auch große Teile der Einrichtung, von dem bekannten Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen. Die Bauarbeiten laufen seit knapp zwei Jahren.


Herausforderung Keller
Die mit Abstand größte bauliche Aufgabe sei der Keller gewesen, sagt Johannes Glatz. „Wir mussten hinter einer Fassade, die freigestanden ist, und zwei Nachbargebäuden, die noch teilunterkellert sind, einen Keller ausheben. Das hat auch mit Abstand am meisten Zeit gekostet, war aber betriebsnotwendig.“


Der „kleine Löwe verfügt über acht Zimmer. Ganz oben wohnen die Eigentümer selbst. Geheizt wird mit Erdwärme. Markenzeichen des Gebäudes ist das Tonnendach, das aus über 30 Holzbögen besteht. „Das Haus hat sich in der Vergangenheit immer den Nutzungen angepasst. Mit der unterschiedlichen Nutzung hat sich auch immer die Fassade leicht verändert. So ist es auch jetzt wieder passiert. Es gibt eine neue Öffnung im zweiten Stock“, führt Lisa Rümmele weiter aus.


Die Preise für eine Doppelbelegung starten bei 264 Euro. Alle Zimmer kosten gleich viel. „Auch deshalb, weil wir nicht wissen, welches am gefragtesten ist. Es gibt einen Jahrespreis, und es gibt ab Mai einen Zuschlag und im Juni/August noch einmal einen Zuschlag“, erläutert Johannes Glatz das Preiskonzept. Zum neuen Hotel „kleiner Löwe“ gehört auch eine Mini-Gastronomie, die untertags allen offen steht. Apropos: Abgesehen von der Fassade hat auch der Name des Hotels Geschichte. Nebenan stand früher die Wirtschaft zum Goldenen Löwen, vor knapp 200 Jahren wurde die Brauerei Löwenbräu dazu gebaut.

