Knapper Überschuss für Hohenemser Stadtsäckel

Vorarlberg / 05.05.2024 • 06:00 Uhr
Rechnungsabschluss 2023
Der Neubau des Rathauses war der größte Kostenpunkt der letztjährigen Investitionen. Stadt

Rechnungsabschluss wurde mehrheitlich in der Stadtvertretung beschlossen.

Die Stadt Hohenems erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein knappes, positives Nettoergebnis in Höhe von 130.000 Euro. Das erklärte Bürgermeister Dieter Egger in der jüngsten Stadtvertretungssitzung als der Rechnungsabschluss 2023 auf der Tagesordnung stand.

Hohenems investierte 5,4 Millionen Euro, eine Investitionsintensität von elf Prozent. Davon flossen rund 2,7 Millionen Euro in den Neubau des Rathauses.
Zudem gab es Aufwendungen jeweils im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Bereich für die Kinderbetreuung Herrenried/Rheinhof/Waldkindergarten, die Parkraumbewirtschaftung, Gemeindestraßen, IT-Hardware für die Schulen, Radwege und weitere. Sport- und Kulturvereine sowie die Wirtschaft erhielten Förderungen in Höhe von insgesamt 2,82 Millionen Euro.

Rechnungsabschluss 2023
Die Stadtvertretung beschloss den Rechnungsabschluss 2023 mehrheitlich. Stadt

„Das ‚noch positive‘ Ergebnis darf aber nicht über die schwierige Finanzlage der Vorarlberger Gemeinden hinwegtäuschen. Die Aufgaben der Gemeinden steigen und die laufenden Kosten für Energie, Infrastrukturerhaltung, Kindergärten, Schulen und Personal steigen überproportional stark an. Auf der anderen Seite stagnieren oder sinken die Einnahmen. Daher werden wir in Zukunft zusätzliche Mittel aus dem Finanzausgleich brauchen, um die stetig wachsenden Aufgaben bewältigen zu können“, erklärt Bürgermeister Dieter Egger.

Schulden abgebaut

Die Rücklagen der Stadt bleiben konstant bei etwas über 11,5 Millionen Euro, Schulden in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro seien getilgt worden und das auch ohne die Aufnahme neuer Darlehen, so der Bürgermeister. Der Rechnungsabschluss wurde so mit 25:11 Stimmen beschlossen, dafür stimmten neben FPÖ und Grünen auch zwei VP-Mandatare. Der Rest der VP-Fraktion sowie SP, Ems isch Üsr und Steinbruchgegner stimmten dagegen.