Spatenstich für Wildtierstation: “Wir hätten nicht mehr daran geglaubt”

Vorarlberg / 26.01.2026 • 15:48 Uhr
Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Katharina Feurstein ringt beim Spatenstich mit den Tränen: “Ich habe selbst nicht mehr daran geglaubt”, sagt sie. Roland Paulitsch

Die erste offizielle Wildtierstation soll Platz für bis zu 1000 Tiere jährlich bieten. Die Eröffnung ist für den Frühsommer geplant.

Dornbirn Für die Wildtierhilfe Vorarlberg begann am Montag nach herausfordernden Jahren ein neues Kapitel. In Dornbirn-Martinsruh, direkt neben dem Vorarlberger Tierschutzheim, erfolgte der Spatenstich für die erste offizielle Wildtierstation des Landes.

Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Mit der Ansiedlung an das Tierschutzheim Dornbirn wird ein Tierschutzkompetenzzentrum entstehen.Roland Paulitsch

Die Wildtierhilfe Vorarlberg kümmert sich seit 2005 um verletzte und verwaiste heimische Wildtiere. Bislang wurden die Tiere in privaten Räumlichkeiten der ehrenamtlichen Helfer versorgt. Der Wunsch nach einer zentralen und professionellen Station sei deshalb schon lange da gewesen, sagt Obfrau Katharina Feurstein beim Spatenstich. “Wir haben einen sehr langen Weg hinter uns. Nach mindestens acht Jahren intensiver Planung stehen wir jetzt hier und können wirklich anfangen.”

Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
In Dornbirn-Martinsruh erfolgte der Spatenstich für die erste offizielle Wildtierstation des Landes.Roland Paulitsch
Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Ein großer Tag für die Wildtierhilfe. Förderer, Vertreter aus der Politik und Ehrenamtliche kamen zum Spatenstich.Roland Paulitsch

Zwischenzeitlich drohte das Projekt sogar zu scheitern. Nachdem zugesagte Fördermittel des Landes deutlich gekürzt worden waren, geriet die Finanzierung ins Wanken. “Das hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen”, erinnert sich Feurstein. “Es habe Phasen gegeben, in denen ich selbst nicht mehr daran geglaubt habe, dass das Projekt jemals realisiert werde”, sagt die diplomierte Tierpflegerin und ringt mit den Tränen.

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Förderungen von Liechtensteiner Stiftungen, darunter die Hilti Foundation, private Spender sowie die Unterstützung durch Firmen und Einzelpersonen machten es schließlich möglich, den Bau finanziell abzusichern. Das Land Vorarlberg beteiligt sich mit einem jährlichen Beitrag am laufenden Betrieb der Station, das Grundstück stellte die Stadt Dornbirn zur Verfügung.

Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Das zweistöckige Gebäude soll Platz für 800 bis 1000 Tiere pro Jahr bieten. JK

Die neue Wildtierstation soll künftig Platz für rund 800 bis 1000 Tiere pro Jahr bieten. Realisiert wird das Gebäude vom Büro Johannes Kaufmann und Partner. Bereits am Dienstag wird mit den Pilotierungsarbeiten begonnen. Die Eröffnung der Artenschutzstation ist bereits für Mai beziehungsweise Juni vorgesehen.

Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Architekt Johannes Kaufmann hat das Gebäude geplant.Roland Paulitsch

Geplant ist ein Hauptgebäude mit Erstaufnahmeraum für Jungtiere, Volieren, einem Quarantäneraum sowie einer Futterküche. Ziel sei es, die Tiere professionell zu versorgen, zu rehabilitieren und anschließend wieder auszuwildern. “Wir haben natürlich nicht nur Freude, sondern auch Sorgen, ob wir alles richtig machen”, sagt Feurstein. “Aber ich habe ein wirklich tolles Team, auf das ich mich verlassen kann. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Projekt nun endlich starten kann. Meine Freude ist riesig.”

Spatenstich für Wildtierstation: "Wir hätten nicht mehr daran geglaubt"
Große Freude beim Spatenstich für die Wildtierstation. Roland Paulitsch

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