TBC: Verdachtsfall beim Menschen im Bregenzerwald

Vorarlberg / 19.02.2026 • 17:06 Uhr
TBC: Verdachtsfall beim Menschen im Bregenzerwald
Die Person könnte sich eventuell bei Rindern angesteckt haben.VN/Steurer

Eine Person, die mit infizierten Rindern in Kontakt war, wurde positiv auf den Erreger getestet.

Bregenz Die Tuberkulose macht vor dem Menschen nicht halt: Derzeit ist eine Person mit Verdacht auf TBC in Behandlung, wie das Land Vorarlberg einen Bericht der NEUE Vorarlberger Tageszeitung bestätigt. Die Person war im Kontakt mit infiziertem Vieh und wurde positiv auf den Erreger getestet.

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Bei einem Bluttest wird nur der Kontakt mit dem Erreger im Laufe des bisherigen Lebens nachgewiesen. Er gibt weder Aufschluss über eine akute Erkrankung noch über den Infektionsweg. Eine Röntgenuntersuchung soll Klarheit in den Verdachtsfall bringen, das Ergebnis steht noch aus.

TBC, früher auch als Schwindsucht bekannt, ist bis heute eine der tödlichsten Infektionskrankheiten der Welt und in Österreich meldepflichtig. Sie lässt sich mit speziellen Antibiotika gut behandeln, die Behandlung dauert jedoch aufgrund der hohen Resistenzgefahr des Erregers mit etwa einem halben Jahr relativ lange.

Vergangenen Winter gab es in Vorarlberg zwei TBC-Verdachtsfälle, bei denen ebenfalls eine Verbindung zu TBC bei Alpvieh bestand. Im Jahr 2024 wurden beim Menschen 387 Fälle von Tuberkulose ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) gemeldet, das entspricht 4,2 Fällen je 100.000 Bevölkerung. Davon konnten 300 Fälle eindeutig dem Mycobacterium-tuberculosis-Komplex zugeordnet werden, wobei M. bovis, der Erreger der Rinder-TBC, in zwei Fällen identifiziert wurde.

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