Den Pfadfinder im Blut

Als Altpfadi packt Stefan Küng selbstredend auch beim Flohmarkt kräftig mit an.
Wolfurt Es ist wieder Flohmarktzeit bei den Wolfurter Pfadindern. Alle drei Jahre wird gesammelt, verkauft und, was noch übrig bleibt entsprechend verwertet. Viel ist es nicht. „Der größte Teil der Gebrauchtwaren geht weg“, freut sich Stefan Küng. Er zählt zu den Urgesteinen des Vereins. Als einer von rund 100 Altpfadfindern steht Küng (62) bereit, wenn es gilt, bei einer Aktion anzupacken. Auch beim Flohmarkt ist er im Einsatz. Dessen Abwicklung erfordert die helfenden Hände von rund 250 Freiwilligen. Das ist mit ein Grund für das dreijährige Intervall. Ein anderer: „So bekommen wir genug Material, um das Vereinshaus, den Cubus und ein Zelt zu füllen“, erklärt Stefan Küng. Am kommenden Samstag, 7. März 2026, öffnen sich von 9 bis 16 Uhr erstmals die Türen für die Warenannahme. Der Erlös aus dem Flohmarkt kommt der eigenen Jugendarbeit und sozialen Projekten zugute.

Dem Opa auf der Spur
Der selbstständige Energie- und Sanierungsberater hat so etwas wie den Pfadfinder im Blut. Schon mit zehn Jahren zog es Stefan zu den Pfadfindern. Seitdem ist er ihnen treu verbunden, jetzt eben als Altpfadfinder. Die Welt ein bisschen besser machen war und ist die Motivation, die Stefan Küng antreibt. Umso mehr freut er sich, dass der Zulauf zu den Pfadfindergruppen weiterhin gut ist. Auch ein Enkel wandelt bereits in den Fußstapfen des Großvaters. Die eingeflochtene Bemerkung trägt Stolz in der Stimme. Einmal im Monat treffen sich die Altpfadfinder, um Pläne für die Jungen zu schmieden. „Das Schöne an den Pfadfindern ist, dass es für die Mitgliedschaft keine speziellen Fertigkeiten braucht. Hier findet jeder seinen Platz“, sagt Stefan Küng. Ebenso betont er die „Offenheit in alle Richtungen“. Das gilt für Menschen mit Beeinträchtigung ebenso wie für Religionszugehörigkeiten. Wer der redlichen Idee des britischen Offiziers Robert Baden-Powell folgen möchte, bekommt die Möglichkeit dazu.

Sammeln, sortieren, einräumen
An Abwechslung mangelt es den Kindern und Jugendlichen nicht. Es werden verschiedenste Initiativen ausgerichtet, die neben dem Spaß vor allem das Ziel verfolgen, die Sozialkompetenz der jungen Leute zu stärken. Tatkräftige Unterstützung vom Verein gibt es auch, wenn die Chance auf eine Teilnahme an einem Jamboree besteht. So nennen sich die internationalen Pfadfindertreffen, die Frieden, Kulturaustausch und Abenteuer fördern sollen und alle vier Jahre stattfinden. „Die Wolfurter Pfadfinder sind regelmäßig mit einer Abordnung vertreten“, kann Stefan Küng berichten. Das nächste Weltpfadfindertreffen findet im Sommer 2027 in Polen statt. Aktuell geht es darum, den großen Flohmarkt auszurichten und dafür Waren zu sammeln. „Der Großteil sind gute Sachen, manche sogar noch originalverpackt“, merkt Küng lachend ein. Die Sammelstelle beim Vereinshaus ist am Samstag, 7. März, von 9 bis 16 Uhr und Montag, 9. März bis Donnerstag, 12. März, jeweils von 18 bis 20 Uhr geöffnet. Anschließend wird sortiert und eingeräumt. Wenn sich dann am Freitag und Samstag die Verkaufstore öffnen, muss alles bereit sein. „Ist es“, verspricht Stefan Küng und freut sich auf viele Besucher.

Zur Person
STEFAN KÜNG
ALTER 62
WOHNORT Wolfurt
BERUF Selbstständiger Energie- und Sanierungsberater
FAMILIENSTAND verheiratet, drei Kinder, vier Enkelkinder
HOBBYS Reisen und Gartenarbeit



