Von Secondhand bis Tanz im KUB – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Vorarlberg / 13.03.2026 • 12:59 Uhr
Von Secondhand bis Tanz im KUB – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

Stöbern beim Pfadi-Flohmarkt

Von Secondhand bis Tanz im KUB – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Franziska Eckert ist Redakteurin für VOL.AT und die VN. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv in den Bergen unterwegs. Genauso gern mag sie Kultur, Theater und Flohmärkte zum Stöbern.

Secondhandkleidung, hübsche Deko, praktische Haushaltsgegenstände. Auf einem Flohmarkt wird man fast immer fündig. Ob Vintage-Schätze oder gut erhaltene Lieblingsstücke für den kleinen Geldbeutel: Stöbern lohnt sich. Und für alle, die zu Hause schon genug haben, ist das Schauen ein netter Zeitvertreib. Neben dem bekannten Dornbirner Flohmarkt organisieren die Pfadfinder auch in Wolfurt einen beliebten Secondhandmarkt. Alle drei Jahre findet er statt. Kleiner, aber charmant und absolut empfehlenswert. Am Freitag, 13. März, von 17 bis 21 Uhr und am Samstag, 14. März, von 9 bis 15 Uhr laden die Wolfurter Pfadfinder in ihr Pfadi-Vereinshaus in Unterlinden 1 in 6922 Wolfurt ein. Mit Live-DJ, kühlen Getränken und guter Stimmung wird der Flohmarkt zum geselligen Treffpunkt für Schnäppchenjägerinnen und Schnäppchenjäger. Das Beste: Die angebotenen Dinge stammen aus einer Sammelaktion, die ein paar Tage vor dem Flohmarkt startet. Damit wird dafür gesorgt, dass weniger weggeschmissen wird. Die Einnahmen kommen der Pfadfinderarbeit sowie sozialen Projekten zugute. Stöbern, shoppen und dabei Gutes tun. Was will man mehr?

WM-Generalprobe am Grasjoch

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Simon Bitriol ist Sportchef bei VOL.AT. Bei diesem Veranstaltungstipp wurde er von Fabian Korb unterstützt, der im Rahmen zweier Schnuppertage Einblicke in den Beruf des Sport­journalisten erhielt.

Ganz ehrlich: Wer am Wochenende Zeit hat, sollte einen Abstecher ans Grasjoch einplanen. Im Skigebiet Silvretta Montafon steigt die WM Generalprobe für 2027 und die Weltelite im Snowboardcross ist im Ländle zu Gast. Näher kommt man den Stars dieser spektakulären Sportart kaum.

Besonders spannend wird es aus Vorarlberger Sicht. Alessandro Hämmerle geht bei seinem Heimrennen an den Start, das er bereits fünfmal gewonnen hat. Wenn der Doppel Olympiasieger aus dem Starthaus schießt und sich über Wellen und Sprünge kämpft, ist das immer etwas Besonderes. Mit Elias Leitner steht ein weiterer Vorarlberger im Feld, der vor heimischem Publikum alles geben wird.
Am Samstag von 10.30 bis 13.30 Uhr stehen die Qualifikationen der Damen und Herren auf dem Programm.

Am Sonntag folgen von 13.10 bis 14.30 Uhr die Finalläufe mit den Top 16 Damen und den Top 32 Herren. Kopf-an-Kopf-Duelle, Tempo und Entscheidungen auf den letzten Metern sind garantiert. Wer Snowboardcross einmal live erlebt, kommt so schnell nicht mehr davon los.

Bregenzer Frühling trifft KUB

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Wenn am Samstag im Festspielhaus der „Bregenzer Frühling“ eröffnet wird, setzt sich das Festival am Sonntag im Kunsthaus Bregenz auf leise Weise fort: Der Ausstellungsraum wird zur Bühne einer stillen, poetischen Begegnung. Das Museum lädt die Besucherinnen und Besucher einzeln ein, einen eigens dafür geschaffenen Bereich zu betreten und einer Tänzerin oder einem Tänzer diskret einen persönlichen Wunsch, eine Hoffnung oder auch eine leise Sehnsucht anzuvertrauen.

Was folgt, ist ein improvisierter Tanz, ein spontanes Ritual, das versucht, dem Unsichtbaren Gestalt zu verleihen. Jede Offenbarung ruft eine neue Bewegung hervor, jede Begegnung verändert den Verlauf des Geschehens. So entsteht ein lebendiger Prozess, der sich mit jeder einzelnen Interaktion weiterentwickelt und verwandelt.

Marie Chouinard knüpft damit an die antike Figur der weiß gekleideten Pythia von Delphi an, die im tranceähnlichen Zustand ihre Weissagungen verkündete, rätselhaft, vieldeutig und von geheimnisvoller Herkunft. Auch hier entzieht sich manches dem nüchternen Zugriff des Verstandes.

Die Veranstaltung findet zwischen 11 und 14 Uhr statt. Ein Besuch ist innerhalb dieses Zeitfensters jederzeit möglich, vorbehaltlich der Raumkapazität und im regulären Eintrittsticket des KUB enthalten.

Gitarre, Bässe und ein Spielefest

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Michael Prock ist Politik-Leiter bei den VN, Vater einer sechsjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Wer diese kleine Kolumne regelmäßig liest, könnte meinen, mein Veranstaltungshorizont endet im unteren Rheintal. Nun ja: Ich wohne hier. Nichts für ungut, liebe Bludenzer, bei euch ist auch viel los. Ich komme nur selten so weit, weil es vor der Haustür genug Programm gibt. Zum Beispiel am Freitag in Dornbirn.

Mit dem Tinnitus der H-Blockx noch im Ohr freue ich mich schon auf den nächsten Konzertreigen. Die Hörbar steht wieder an. Viele Bands an einem Abend, ein Paradies für Musikliebhaber. Für Freunde aus dem Oberland: Das ist wie Rundklang in Feldkirch am Donnerstag, nur in Dornbirn und einen Tag später.

Wer danach noch Energie hat, zieht weiter ins Conrad Sohm. Gitarre weicht dem DJ-Pult, Melodie den Bässen. Drum and Bass vom Feinsten, mit Szenegröße Kanine. Und für alle, die sich zu reif für mitternächtliche Clubsessions fühlen, gibt es am Sonntag eine charmante Alternative: Der Kulturverein TiK lädt zum Sundaydance, „Clubfeeling am Sonntagnachmittag“. Ich gebe zu, ich weiß nicht, was einen erwartet. Aber wer mit „Liebst du es zu tanzen, fühlst dich aber zu alt für Clubs oder hast keine Lust, spät aufzubleiben?“ wirbt, hat meine Sympathie.

Nachtrag für Eltern auf der Suche nach einer sonntäglichen Beschäftigung: Beim Familienspielefest in Hohenems können Kinder ab 10.30 Uhr in der Mittelschule Herrenried Sportarten und Spiele ausprobieren. Im Vorjahr gab es auch Kinderschminken. Pro-Tipp: Abschminken nicht vergessen. Das Kopfkissen dankt es.

Zum Innehalten und Weitergehen

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Paloma Mock ist Jungredakteurin bei VOL.AT, liebt Fantasy-Bücher, entdeckt beim Gaming neue Welten und trinkt am liebsten Grüntee. Ihren jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Überfluss ist Alltag: volle Kalender, volle Regale, permanente Erreichbarkeit. Und dennoch bleibt oft das Gefühl, dass Entscheidendes fehlt. In Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen geht der Psychotherapeut, Psychologe und Psychiater Michael Lehofer genau diesem Widerspruch nach. Er fragt, warum materielles Mehr nicht automatisch zu innerer Zufriedenheit führt.

Lehofer beschreibt, wie sehr wir uns über Leistung, Erwartungen und Rollenbilder definieren. Der ständige Vergleich und das Streben nach Anerkennung erzeugen Druck – und lassen uns eigene Bedürfnisse überhören. Äußerer Überfluss kann so innere Erschöpfung verstärken. Statt schneller Lösungen plädiert der Autor für einen Perspektivwechsel: weniger Ablenkung, mehr Selbstwahrnehmung. Themen wie Dankbarkeit, Trauer, Sehnsucht und Selbstverantwortung versteht er als Schlüssel zur persönlichen Entwicklung. Es geht nicht um Verzicht um jeden Preis, sondern um bewusste Reduktion und neue Klarheit. Das im Kneipp Verlag erschienene Buch (192 Seiten) ist ein ruhiger Impuls zum Innehalten – und zur ehrlichen Frage, was im eigenen Leben wirklich zählt.