Party ohne Kater? Zwei Vorarlbergerinnen wollen das Feiern neu denken

Eva Sutter (34) und Alperiya Nazina (32) sorgen mit dem neuen Format “Sundaydance” für Klubfeeling am Nachmittag.
Schwarzach Klubfeeling am Nachmittag, ausgelassenes Feiern und das ganz ohne Kopfschmerzen am nächsten Morgen? Das ist die Idee hinter “Sundaydance”, einem neuen Tanzformat, das Eva Sutter aus Dornbirn und Alperiya Nazina aus Bregenz ins Leben gerufen haben.
Eva Sutter, die als Fotografin tätig ist, besuchte vor einiger Zeit zum ersten Mal ein Daydancing-Event in der Kammgarn in Hard. “Das hat mir auf Anhieb total gut gefallen”, erzählt die Dornbirnerin. “Solche Formate habe ich bis dahin gar nicht gekannt.” Besonders überzeugt habe sie die frühe Uhrzeit. “Ich bin jetzt 34 Jahre und habe selbst keine Lust mehr, bis 23 Uhr zu warten, um in einen Club feiern zu gehen.”
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Gemeinsam beschlossen die Freundinnen eines Nachmittags, selbst ein Tanzformat am Nachmittag auf die Beine zu stellen. “Wir dachten uns, das sollte es viel öfter geben. Vor allem für Menschen, die sich in der klassischen Clubszene nicht mehr so wohlfühlen, aber das Tanzen vermissen”, erzählt Eventmanagerin Alperiya Nazina (32).
Die beiden Vorarlbergerinnen achten inzwischen selbst stärker auf ihren Lebensstil. “Man wird älter und merkt am nächsten Tag schon das eine oder andere Glas”, sagt Alperiya Nazina. Ganz verbannen wollen sie alkoholische Getränke aber nicht. “Wir wollen das Feiern vom krassen Alkoholrausch entkoppeln. Nichts gegen ein, zwei Bier, aber wir wollen auch tolle alkoholfreie Alternativen anbieten”, sagt Eva Sutter. Neben Bier und Wein stehen daher auch alkoholfreie Aperitifs und kreative Drinks auf der Getränkekarte.

Die Initiatorinnen, die den Tanznachmittag künftig einmal monatlich veranstalten wollen, richten sich bewusst an ein breites Publikum. “Ob 25 oder 65. Wir wollen alle Generationen auf die Tanzfläche holen”, sagt Nazina. Viele hätten kleine Kinder, andere trainieren regelmäßig oder stehen mitten im Berufsleben. “Da sind lange Partynächte für viele einfach nicht mehr möglich. Mit unserem Tanzformat wollen wir eine Alternative bieten.”
Die erste Ausgabe von “Sundaydance” findet kommenden Sonntag (15. März) von 16 bis 19 Uhr im TiK in Dornbirn statt. Am DJ-Pult steht DJ Robin. “Er weiß genau, was Menschen jeder Altersgruppe zum Tanzen bringt”, freut sich Eva Sutter. Gespielt wird ein Mix aus Hits der 1990er- und 2000er-Jahre sowie aktuelle Songs. “Es geht uns um die pure Tanzfreude”, sagt Nazina.

Den Freundinnen geht es aber nicht nur um die Musik. “Sundaydance” soll auch ein Raum für Begegnungen sein. “Wir haben einen Bereich mit einem Uno-Tisch, man kann sich an der Bar zusammensetzen und bei Ice-Breaker-Fragen locker ins Gespräch kommen. Es soll wie eine WG-Party werden. Etwas Persönliches, nichts Anonymes, wie es meist im Club der Fall ist”, unterstreichen sie.
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Für Alperiya Nazina steckt hinter dem Projekt auch ein größerer Gedanke. “Es gibt genug Krisen auf der Welt, die Menschen sind gestresst. Wir brauchen Orte, an denen wir aufatmen und den Alltag hinter uns lassen können.” Für ein paar Stunden könne man die eigenen Rollen, ob als Mutter, im Beruf oder im Alltag, ablegen und einfach man selbst sein.
“Sundaydance”: 15. März von 16 bis 19 Uhr im TiK in Dornbirn, Jahngasse 10, Tickets: tik-dornbirn.at oder an der Abendkassa