Hart arbeiten für ein gutes Leben

Mit dem Funktionieren der Demokratie ist Vorarlbergs Jugend aber nicht zufrieden.
Bregenz Sie wurde mit Spannung erwartet, jetzt ist sie da, die Studie zu den Lebenswelten der jungen Menschen in Vorarlberg. Erfreulich: Trotz globaler Krisen und gesellschaftlicher Unsicherheiten blicken die meisten optimistisch voraus. Fast die Hälfte, nämlich 46 Prozent, sehen die eigene Zukunft völlig, weitere 43 Prozent immer noch eher positiv. Das psychische und körperliche Wohlbefinden nahm indes deutlich ab. Lediglich 56 Prozent antworteten positiv. Besonders stark zugenommen haben Beschwerden demnach bei jungen Frauen.
Umwelt im Sinkflug
In der Studie „Lebenswelten 2025” wurden Schülerinnen und Schülern der 8. bis 12. Schulstufe aller Schultypen mit Ausnahme von Sonderschulen online befragt. Die Stichprobe umfasst Antworten von 1427 Teilnehmenden aus 92 Klassen. Martina Ott von der Pädagogischen Hochschule zeichnete mit ihrem Team für die Durchführung verantwortlich, das Land unterstützte finanziell. Die Erhebung umfasste Fragen nach verschiedensten Werten. Den Antworten zufolge stehen gute Beziehungen, Freunde, eine gute Ausbildung, Lebensfreude, Eigenverantwortlichkeit sowie Fleiß als erstrebenswert ganz oben. Auch nicht zu verachten sind offenbar ein hoher Lebensstandard und Unabhängigkeit, wobei materialistische Werte wie eben der hohe Lebensstandard, Macht und Sicherheit an Bedeutung gewonnen, umweltbewusstes Handeln sowie die Unterstützung von Benachteiligten nach einer Zunahme bei der Erhebung 2020 allerdings wieder an Gewicht eingebüßt haben.

Wählen als Bürgerpflicht
Weniger kann die Jugend auch der Demokratie, so, wie sie derzeit funktioniert, abgewinnen. Nur 43 Prozent zeigten sich zufrieden. 2016 und 2020 waren es 63 bzw. 67 Prozent. Die regelmäßige Teilnahme an Wahlen empfinden immerhin 76 Prozent als Bürgerpflicht, zudem sollten jüngere Menschen mehr zu sagen haben, zumal viele nicht glauben, dass es die Politik kümmert, und das Gefühl da ist, nicht gehört zu werden. Insgesamt sehen es die meisten aber als erstrebenswert an, sich für ein erfolgreiches Leben anzustrengen und hart zu arbeiten. Am 21. Mai lädt das Land zur Präsentation der Studie ins Jugendhaus Graf Hugo in Feldkirch ein. Eine Anmeldung ist ab nächster Woche möglich.