Für diesen Götzner gelingt gemeinsam mehr

Martin Hämmerle möchte Menschen und Organisationen erfolgreich machen.
Götzis Man trifft ihn auf dem Bike, an Felswänden oder auf Skitourenrouten. Noch öfter aber dort, wo Menschen sich für Schutz und Sicherheit einsetzen. “Mein Motto lautet, verantwortungsbewusst, zuverlässig und professionell zu agieren”, sagt Martin Hämmerle. Der pensionierte Zollbeamte und Oberst des Österreichischen Bundesheeres hat sein Berufsleben daran ausgerichtet. Verantwortung bedeutet für ihn auch, sich einzubringen. Dort, wo er ist, will er mitdenken und mitgestalten.

Die Familie an erster Stelle
An erster Stelle steht für Martin Hämmerle seine Familie. Erst danach kommen Gemeinwesen und der Sport. Seine Frau Helga lernte er früh kennen. Im Dezember 1981 wollten die beiden auf dem “Spalla” rodeln. Nur: Schnee lag keiner. Also ging es wieder den Weg hinunter – und es kam zum ersten Kuss. 1984 wurde geheiratet, drei Kinder folgten. Heute gehören sieben Enkel im Alter von eineinhalb bis sieben Jahren zur Familie. Familie zeigt sich für den engagierten Götzner mit Lustenauer Wurzeln vor allem in kleinen Dingen des Lebens. Kleine Rituale sind Martin und Helga Hämmerle ebenso wichtig wie Bewegung und soziales Engagement.

Zwischen Zoll und Bundesheer
Hämmerle ist gelernter Textilingenieur. 1982 begann er beim Zoll, wo er bis 2022 tätig war. Parallel dazu entwickelte sich seine militärische Laufbahn. Zuletzt arbeitete er in der Personalentwicklung für rund 1800 Beschäftigte. Parallel dazu verlief seine Laufbahn beim Bundesheer. Seit 45 Jahren ist Martin Hämmerle Soldat. Knapp zehn Jahre führte er das Jägerbataillon 35 und das Jägerbataillon Vorarlberg. 2012 wurde er zum Oberst ernannt. Für seine Leistungen erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und ein Certificate of Merit. Ende 2024 trat er offiziell in den Ruhestand. Beordert ist er weiterhin. Im Bedarfsfall kann er etwa in Krisensituationen einberufen werden. Als Vizepräsident der Offiziersgesellschaft Vorarlberg befasst er sich weiter mit sicherheitspolitischen Fragen. Besonders beschäftigt ihn der Schutz kritischer Infrastruktur. “Ich möchte in der Lage sein, das zu schützen, was mir etwas wert ist”, sagt er. Drei Perioden lang gehörte er auch der Gemeindevertretung Götzis an.

Erfolg entsteht im Team
Ein Schwerpunkt seines Berufslebens war die Organisationsentwicklung. Hämmerle arbeitete als Trainer an der Militärakademie in Wiener Neustadt. Seine Themen waren Konfliktmanagement, Rhetorik, Teambildung und Teamentwicklung. Ihn reizt es, Menschen auf ein gemeinsames Ziel auszurichten. “Ein gemeinsames Erfolgserlebnis zu schaffen, ist etwas vom Besten”, sagt er. Teamlösungen seien meist tragfähiger als Einzellösungen. Dieser Gedanke prägt auch sein Engagement bei Lions. Hämmerle ist Gründungsmitglied des Lions Clubs Rheintal am Kumma, weil es ihm selbst gut geht und er jenen helfen will, die weniger Glück haben.

Als Campleiter des Lions-Jugendcamps in Vorarlberg bringt er mit einem engagierten Team junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen. Begegnung und Völkerverständigung stehen im Mittelpunkt. Für 2027 werden wieder Gastfamilien gesucht, die Jugendlichen für einige Tage ein Zuhause geben. In seinem Ehrenamt begegnet Hämmerle vielen, die schwere Schicksale tragen und dennoch zufrieden sind. Das bestätigt ihn in einer Überzeugung: Glück wird nicht weniger, wenn man es teilt. Es wird mehr. AFP
Dort, wo ich mich aktiv einbringe, möchte ich nicht nur mitmachen, sondern mitgestalten,
Martin Hämmerle
Zur Person
Martin Hämmerle
Geboren 2. August 1962
Wohnort Götzis
Familie verheiratet mit Helga, drei Kinder, sieben Enkel
Beruf Organisationsentwickler i. R., Oberst des österr. Bundesheeres
Engagement Lions Club Rheintal am Kumma, Offiziersgesellschaft Vorarlberg
Interessen Radfahren, Skitouren, Klettern
