200.000 Euro fehlen: Dieser Kindergarten könnte 2027 schließen

Weiterhin keine Antwort auf die Frage nach der Schließung des Kindergartens am Landeszentrum für Hörgeschädigte (LZH).
Dornbirn Wie in anderen Betreuungseinrichtungen wurde auch im Kindergarten des Landeszentrums für Hörgeschädigte in Dornbirn am Montag der Betrieb aufgenommen. Auf der Webseite der Einrichtung war den Kindern ein herzliches Willkommen beschieden: “Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgeht, und wünschen allen ein spannendes neues Jahr”, stand da zu lesen. Ob das auch 2027 noch gilt, ist die Frage, zumal schon seit dem Frühjahr 2025 eine mögliche Schließung des Kindergartens im Raum steht. Grund sind die Sparmaßnahmen des Landes. Auf VN-Nachfrage wollten aktuell weder der Direktor des LZH, Johannes Mathis, noch das Land konkrete Aussagen treffen. Das Land teilte mit, derzeit würden Gespräche mit dem Träger über die künftige Ausgestaltung des Angebots laufen. Man wolle einer endgültigen Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgreifen. Auch Mathis verwies auf anstehende Gespräche. Dem Vernehmen nach würde die Schließung zum 1. Juli 2027 erfolgen.
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Personalkosten
Es geht, wie in allen diesen Bereichen, ums Geld, in diesem Fall um rund 200.000 Euro. Bislang trug das Land 100 Prozent der Personalkosten für den Kindergarten. Nun sollen auch die Heimatgemeinden der Kinder ihr Scherflein beitragen. Die wollen jedoch nicht so recht. Den Kindergarten selbst gibt es schon lange. Johannes Mathis hat ihn 1989 gegründet. Eine Gruppe umfasst maximal sieben Kinder. Sie benötigen eine besonders intensive Begleitung, und das über mindestens zwei bis drei Jahre.
Am 27. Februar 2025 informierte das Land das LZH über mögliche Schließungspläne für den Kindergarten. Seitdem ist alles in der Schwebe. Eine damals an das Land gerichtete Anfrage fiel ebenfalls wenig erhellend aus. Es gebe aktuell Überlegungen, eine “einzelne Leistung des Landeszentrums ab dem Schuljahr 2026/27 neu auszurichten”. Das Produkt solle auf eine aufsuchende, dezentrale Abwicklung umgestellt werden, weil nicht alle Betroffenen täglich nach Dornbirn fahren könnten. Der Rest blieb im Nebel. Nichtsdestotrotz hat der Kindergarten im LZH am Montag seine Tore geöffnet. Wie lange noch, bleibt abzuwarten.