Nach Wirbel um VVV-Tarife: Fahrgäste sollen jetzt mitreden

Die Tarifreform des Verkehrsverbunds Vorarlberg schlug hohe Wellen. Nun sollen auch Fahrgäste in die Weiterentwicklung eingebunden werden.
Bregenz Fahrgäste des Verkehrsverbunds Vorarlberg können künftig über das neue “VMOBIL Forum” an der Weiterentwicklung des Mobilitätsangebots mitwirken. Interessierte ab 16 Jahren können sich bis 11. Oktober bewerben und sollen in Workshops, Umfragen und Diskussionsrunden ihre Erfahrungen einbringen.
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Interessierte können sich per E-Mail unter forum@vmobil.at oder postalisch mit dem Betreff “VMOBIL Forum” an den Verkehrsverbund Vorarlberg, Bahnhofstraße 40, 6800 Feldkirch, für eine Teilnahme am Forum bewerben. Im Anschluss erhalten die Bewerberinnen und Bewerber einen Fragebogen, der demografische Angaben wie Alter, Wohnort und Öffi-Nutzungsgewohnheiten abfragt. Beschäftigte des VVV, Vertreter von Parteien und Interessenvertretungen sowie Personen aus den Bereichen Marketing und Presse sind ausgeschlossen.
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Mehrere Termine im Jahr
Aus den Bewerbungen werde man ein “fixes, demografisch repräsentatives und diverses Kernteam” für die mehrmals jährlich stattfindenden Dialogtermine zusammenstellen. Im Anschluss an die Veranstaltungen wird für alle Interessierten ein Bericht abrufbar sein. Die Sicht der Fahrgäste soll das Forum aus Gemeinden, Verkehrsunternehmen, Lenkpersonal und Kontrolleuren ergänzen.
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Den Auftakt bildet die Begutachtung der neuen Tarifwelt, die diesen Herbst noch beginnen soll. “Diese Evaluation soll unter Einbindung der relevanten Stakeholder vor allem auch die Perspektive der Fahrgäste berücksichtigen”, versichert Mobilitätslandesrat Christof Bitschi.
Erste Kritik
Mario Leiter von der SPÖ Vorarlberg kritisiert nicht nur, dass die Mitsprache nach der Reform und der breiten Kritik zu spät komme. Auch die Auswahl der Bewerber sei nicht transparent. Er befürchtet, dass man sich ein Forum zusammenstellen werde, das die eigenen Wahrnehmungen eher bestätige als kritisiere. Und auch der grüne Mobilitätssprecher Daniel Zadra wundert sich, dass es für die geforderte Preiskorrektur nun einen bürokratischen Mitmach-Prozess braucht. Dialog sei grundsätzlich wünschenswert, in diesem Fall aber zu spät und zu zeitaufwändig, bis Ergebnisse vorliegen.
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Erste Ergebnisse der Evaluierung erwartet Bitschi bis Ende des Jahres. Ziel ist es, mögliche Nutzungsbarrieren zu erkennen und das Angebot bei Bedarf anzupassen. Künftig soll sich das Forum auch mit weiteren Fragen zur Mobilität in Vorarlberg befassen.