Blutbad in Indianapolis

Welt / 16.04.2021 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Verzweifelte Angehörige von Mitarbeitern des Paketdienstleisters warteten in einem Hotel in der Nähe auf Informationen. AP
Verzweifelte Angehörige von Mitarbeitern des Paketdienstleisters warteten in einem Hotel in der Nähe auf Informationen. AP

Mann schießt in Paketzentrum um sich und tötet mindestens acht Menschen.

Indianapolis Ein Bewaffneter hat in einem Paketzentrum des Logistikunternehmens FedEx im US-Staat Indiana mindestens acht Menschen getötet und Suizid begangen. Fünf Menschen wurden mit Schussverletzungen in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Tat wurde am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in der Nähe des Flughafens von Indianapolis verübt. Das Motiv des Schützen blieb zunächst unklar.

Der stellvertretende Chefermittler der Polizei in Indianapolis, Craig McCartt, sagte dem Sender CNN, Polizisten seien zu der Halle ausgerückt, als von dort Schüsse gemeldet worden seien. Als sie auf den mutmaßlichen Schützen getroffen seien, habe dieser sich sofort das Leben genommen. In der Halle und auf dem Parkplatz davor hätten die Polizisten insgesamt acht Tote entdeckt. Die Opfer und der mutmaßliche Täter seien noch nicht identifiziert worden, sagte McCartt. Es sei unklar, ob es sich bei dem Schützen um einen ehemaligen FedEx-Mitarbeiter gehandelt habe. Der Mann habe mit mindestens einem Gewehr zunächst auf dem Parkplatz das Feuer eröffnet und sei dann in die Halle eingedrungen. Der gesamte Vorfall habe insgesamt nur ein bis zwei Minuten gedauert.

FedEx sprach auf Twitter von einem „tragischen“ Ereignis. „Sicherheit ist unsere oberste Priorität und unsere Gedanken sind bei all denen, die betroffen sind. Wir arbeiten daran, mehr Informationen zu sammeln, und kooperieren mit den Ermittlungsbehörden.“

In den USA kommt es regelmäßig zu Bluttaten mit Schusswaffen. Anfang des Monats hatte ein Schütze in Kalifornien vier Menschen getötet, darunter einen neunjährigen Buben. Am 22. März hatte ein Schütze im Bundesstaat Colorado zehn Menschen in einem Supermarkt getötet. Wenige Tage zuvor waren in drei Massage-Salons in und um Atlanta im US-Staat Georgia acht Menschen erschossen worden.