Im Dienst der Sonnenseiten

Wetter / 04.04.2013 • 18:53 Uhr
Reisefachmann Patrick Moosmann machte sich vor mehr als 20 Jahren selbstständig und ist auch heute noch mit Leib und Seele dabei. Foto: Vn/Stadler
Reisefachmann Patrick Moosmann machte sich vor mehr als 20 Jahren selbstständig und ist auch heute noch mit Leib und Seele dabei. Foto: Vn/Stadler

Sein Job ist der Urlaub anderer Leute: Reisefachmann Patrick Moosmann weiß, wo es die Vorarlberger hinzieht.

Feldkirch. (VN-sta) Strand, Palmen, türkises Meer, Großstadtflair: Worte, die auf der Zunge zergehen. Doch wo soll´s hingehen im nächsten Urlaub? Welches Hotel ist besonders kinderfreundlich, und kann man auf Kuba eine Harley mieten? Einer, der ganz genau weiß, was sich die Vorarlberger von den kostbarsten Wochen im Jahr erwarten, ist Patrick Moosmann. Der 43-jährige Reisefachmann arbeitet seit Anfang der 90er in der Branche. Sein Job ist der Urlaub anderer Leute.

Erste Schritte

Bereits im jungen Alter von 21 Jahren wagte der Feldkircher den Sprung in die Selbstständigkeit. „Der Anfang war schwer, denn unser Geschäft beruht ja sehr stark auf Vertrauen“, erzählt der beredte Geschäftsführer. Schon zwei Jahre später machte er mit seinem Last-Minute-Büro „5 vor 12 Reisen“ den nächsten großen Schritt. Und auch ­dieser war wieder ein Wagnis, wie Moosmann erzählt: „Last Minute war damals eigentlich für niemanden ein Begriff, wir die ersten in Vorarlberg mit diesem Angebot.“ Reisen, so Moosmann weiter, gelte nach wie vor als „sehr hohes Gut“. Entsprechend ernst nimmt er seinen Job. „Wir haben eine große Verantwortung, weil unsere Kunden uns ihre kostbare freie Zeit anvertrauen. Sie investieren in eine Ware, die sie erst ­kennenlernen, wenn sie aus dem Flugzeug aussteigen.“

Auf die Frage nach den beliebtesten Destinationen der Vorarlberger antwortet der Reiseexperte wie aus der Pistole geschossen: „Zuerst kommt Ägypten, dann die Türkei, Spanien und Griechenland. Das ist schon seit Jahren so.“ Richtig in Fahrt kommt der findige Unternehmer, wenn er außergewöhnliche und komplizierte Reisen zu organisieren hat. „Da gab es zum Beispiel einen Firmeninhaber, der mit seinen besten zehn Mitarbeitern eine Harleytour durch Kuba machen wollte“, erinnert sich Moosmann. „Das war gar nicht so leicht, denn es gibt nur zwanzig Harleys auf ganz Kuba. Aber wir haben es geschafft.“ Wer den Urlaub anderer Leute zu seinem Beruf macht, sitzt selbst viel im Büro. Bei Patrick Moosmann können es schon mal 70 Stunden in der Woche sein. Fünf bis sechs Mal im Jahr ist er unterwegs – mit großen Reisegruppen oder geschäftlich. Zeit für private Reisen blieb in den letzten Jahren kaum. „Vergangenes Jahr war ich mit meiner Familie in der Türkei. Das war aber auch schon alles.“

Moosmanns neuestes „Baby“ sind Medizinreisen. Auf diesem Gebiet nimmt der 43-Jährige laut eigenem Bekunden europaweit eine Pionierstellung ein. „Wir sind die ersten, die das professionell anbieten.“ Und das Geschäft scheint zu laufen: In den letzten drei Jahren hat Moosmann etwa tausend Vorarlberger zur Augenlaserbehandlung nach Istanbul geschickt. Seit Februar hört das „Baby“ auf den Namen „Beauty Fly“. Noch in diesem Jahr will Moosmann das Angebot ausbauen und mit seinen Medizinreisen den deutschen und Schweizer Markt erobern.

Der neue Trend sind Medizinreisen. Ein riesiger Markt.

patrick Moosmann

Zur Person

Patrick Moosmann

ist Geschäftsführer von „5 vor 12 Reisen“und „Sunshine Holidays“

Geboren: 10. Mai 1969 in Feldkirch

Ausbildung: Reisebürokaufmann

Familie: verheiratet, drei Kinder

Motto: Verliere nie deine Visionen

Hobbys: Eishockey, Autocross