Plattform für Jungärzte

22.10.2015 • 16:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Magdalena Franz hat an der Anästhesie Gefallen gefunden. Ihr Ziel ist die Ausbildung zur Fachärztin. Foto: weissengruber
Magdalena Franz hat an der Anästhesie Gefallen gefunden. Ihr Ziel ist die Ausbildung zur Fachärztin. Foto: weissengruber

Magdalena Franz ist Mitorganisatorin des 1. Vorarlberger Turnusärztekongresses.

feldkirch. (VN-mm) Am Puls der Politik, wo Mutter Anna viele Jahre tätig war, agiert Magdalena Franz nicht. Sie engagiert sich lieber für die Anliegen von Turnusärzten. Nicht nur jammern, sondern sich aktiv einbringen, lautet das Credo der jungen Bezauerin. Gemeinsam mit anderen Kollegen konnte auf diese Weise schon viel Gutes für die Turnusärzte auf den Weg gebracht werden. Dazu zählt zweifellos der heute im Landeskrankenhaus Feldkirch beginnende 1. Vorarlberger Turnusärztekongress. Die Veranstaltung ist österreichweit einzigartig. Die Idee als solche findet aber schon Nachahmer. „In Salzburg ist ein Kongress für junge Allgemeinmediziner nach dem gleichen Modell geplant“, erzählt Magdalena Franz stolz.

Intensive Vorbereitung

Die Vorbereitungen auf den Kongress bezeichnet sie als sehr intensiv. „Wir hatten ja keine Erfahrungen diesbezüglich“, sagt die angehende Anästhesistin und hebt dankbar die Unterstützung durch Krankenhausbetriebsgesellschaft, Ärzte, Abteilungsleiter und Ärztekammer hervor. Der Vorschlag, einen Kongress speziell für Turnusärzte zu organisieren, kam von Patrick Clemens. Er brachte ihn bei einem Treffen der Kollegenschaft ein und fand gleich offene Ohren. Mit Magdalena Franz, Stefanie Preiss, Raul Arabagiu, Florian Stockinger, Tobias Stadelmann und Patrick Clemens war auch schnell ein Organisationskomitee gefunden. Das Interesse kann sich ebenfalls sehen lassen. Rund 80 Interessierte haben sich angemeldet.

„Die heutigen Workshops sind fast alle voll, morgen Samstag gibt es noch einige wenige Restplätze für Schnellentschlossene“, kann Magdalena Franz von einem regen Zuspruch berichten. Ebenso freut sie sich, dass nicht nur Turnusärzte, sondern auch KPJ-Studenten, Assistenzärzte und Pflegepersonal teilnehmen. Das Programm zeichnet sich laut Franz in erster Linie durch Praxisorientiertheit aus. „Turnusärzte erhalten auf konkrete Fragestellungen die entsprechenden Antworten. Das ist es, was sie brauchen“, weiß Magdalena Franz, die inzwischen Assistenzärztin ist, aus eigener Erfahrung. Auch ethische und kommunikative Aspekte finden sich im Programm. Die werden immer wichtiger, kommen in der Ausbildung jedoch zu kurz. 

Reizvolle Kombination

Sie selbst fand aus Interesse an der Naturwissenschaft und der Beschäftigung mit Menschen zur Medizin. Diese Kombination habe sie gereizt. „Naturwissenschaften bleiben außerdem ein Leben lang spannend“, ist die Bergfreundin überzeugt. Am Spitalswesen im Land schätzt Magdalena Franz das gute Turnusärzteprofil, das es inzwischen gibt, die Gehaltsreform, die den jungen Ärzten zugute gekommen sei, und die bunt gewürfelte Krankenhauslandschaft, die viele Spezialisierungen zulasse. Ihre Präferenz liegt bei der Anästhesie. Dieses Fachgebiet soll es werden.

Naturwissenschaften bleiben ein Leben lang spannend.

Magdalena Franz

Zur Person

Magdalena Franz

Geboren: 17. Juli 1982 in Bezau

Familienstand: ledig

Wohnort: Feldkirch

Beruf: Assistenzärztin Anästhesie

Hobbys: Wandern, Skitouren („Ich freue mich auf den Winter!“), Lesen