Die gute Fee im ÖOC-Team

Wetter / 17.08.2016 • 19:24 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mehrmals täglich hält Andrea Moosbrugger Kontakt mit dem ÖOC-Büro in Wien. Foto: ÖOC/Spiess
Mehrmals täglich hält Andrea Moosbrugger Kontakt mit dem ÖOC-Büro in Wien. Foto: ÖOC/Spiess

Andrea Moosbrugger unterstützt die Arbeiten im Österreicher- Haus bei Olympia.

Rio de Janeiro. (VN-jd) Vor zwei Jahren in Sotschi feierte Andrea Moosbrugger ihr Debüt im Zeichen der fünf Ringe. Nicht als Sportlerin, sondern in ihrer Funktion beim Österreichischen Olympischen Komitee. In Rio ist die Assistentin von Generalsekretär Peter Mennel wieder dabei und hat ihren Schreibtisch von Wien nach Brasilien verlegt. „Im Zeitalter von Internet ist dies eigentlich keine große Sache“, beschreibt die gebürtige Schoppernauerin. Vor zehn Jahren wagte die Bregenzerwälderin, die sich selbst nicht als Stadtmensch bezeichnet, den Schritt in die Großstadt. „Ich wollte einfach etwas Neues kennenlernen und habe mich dazu entschlossen, den Schritt zu wagen.“

Im Frühjahr 2013 hat sich Moosbrugger beim ÖOC beworben. „Ich dachte, das wäre doch was für mich, und habe meine Unterlagen an die Personalvermittlungsagentur geschickt. Natürlich habe ich gewusst, dass es dabei um den Posten bei Peter Mennel geht. Doch persönlich habe ich ihn damals nicht gekannt.“

Der Arbeitstag in Rio unterscheidet sich kaum von jenem in Wien, die 43-Jährige ist sozusagen die Hotline zum ÖOC-Büro in Österreich. Als „Business as usual“ kann man die Tätigkeit aber nicht bezeichnen: „Die Arbeit ist wesentlich vielfältiger und erstreckt sich von der Terminkoordination für ÖOC-Chef Karl Stoss und Generalsekretär Mennel bis hin zur Betreuung der VIP- und Ehrengäste.  Wir pflegen beim ÖOC eine flache Hierarchie, in der jeder jedem zur Seite steht, wenn Not am Mann ist. Wir ziehen alle an einem Strang, und bei uns ist sich keiner zu schön, etwas zu machen, obwohl es nicht zu seinem Aufgabengebiet zählt.“

Persönlich sieht sie sich nicht als „Einteilerin“, sondern als Global Player und gute Fee im Hintergrund: „Das Teamwork ist sicher einer der Pluspunkte, warum wir das umfangreiche Aufgabengebiet mit der geringen Anzahl an Mitarbeitern schaffen.“ Ihren Schritt zum ÖOC hat die 43-Jährige noch nie bereut und bezeichnet die Arbeit als Synergie zwischen Theorie und Praxis: „Die Besonderheit liegt darin, sich jeden Tag aufs Neue mit dem Thema Spitzensport auseinanderzusetzen und gleichzeitig die umfangreichen und für die Öffentlichkeit kaum erkennbaren Zusammenhänge mitzubekommen.“

Die Tätigkeiten in Rio haben es bislang nicht zugelassen, einen Wettkampf anzuschauen. „In Sotschi war ich beim Skispringen und Langlauf bzw. einer Medaillenfeier dabei. Doch damals waren die Wege nicht so weitläufig wie in Rio. Aber vielleicht ergibt sich in den letzten Tagen noch die Möglichkeit, einen Wettkampf anzuschauen. Auf jeden Fall möchte ich noch die Christusstatue ansehen. Mir haben viele Leute erzählt, dass dies Pflicht sei, wenn man in Rio ist, und der Ausblick sei unbeschreiblich schön.“

Vor der Rückreise würde ich gerne noch den Christo anschauen.

Andrea Moosbrugger

Zur Person

Andrea Moosbrugger

Geboren: 13. Februar 1973

Wohnort: Wien

Familienstand: ledig

Ausbildung: Matura BORG Egg

Beruflicher Werdegang: nach verschiedenen Stationen seit zehn Jahren in Wien; zu Beginn in einem Ingenieurbüro und seit 2013 Assistentin von ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel