Musikant und Floriani

07.06.2019 • 17:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Florian Kiechle (l.) und Gerald Entner organisieren das 3. Rankler Entenrennen mit. VN
Florian Kiechle (l.) und Gerald Entner organisieren das 3. Rankler Entenrennen mit. VN

Gerald Entner und Florian Kiechle kooperieren.

Rankweil In Rankweil rangeln etwa 130 Vereine um Nachwuchs, da könnte man meinen, dass die Zusammenarbeit zwischen zwei so zeitintensiven Vereinen wie Feuerwehr und Bürgermusik von einem gewissen Konkurrenzdenken geprägt sein könnte. Dass dem nicht so ist, zeigen Oberlöschmeister Florian Kiechle und Schlagzeuger Gerald Entner. Die beiden sind in ihren jeweiligen Vereinen im Team, das sich um die Nachwuchskräfte kümmert, und arbeiten derzeit sehr eng zusammen. Denn am Pfingstmontag steht ab 10.30 Uhr das dritte Rankler Entenrennen auf dem Programm. Und heuer arbeitet neben den Jungflorianis auch die gemeinsame Jugendkapelle aus Rankweil und Meiningen mit, unterstützt werden die Jugendlichen dabei von erfahrenen Menschen wie eben Kiechle und Entner.

„Wir sind Nachbarn und haben immer zusammengeholfen“, ist es für Entner Ehrensache, dass man den Florianis bei der aufwendigen Organisation und Abwicklung hilft. „Seit wir im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Feuerwehr ein Maibaumfest organisiert haben, hat sich diese Zusammenarbeit zudem intensiviert.“ Seit Anfang des Jahres läuft die Organisation für die Veranstaltung, deren Reinerlös komplett an Netz für Kinder gehen soll. „Wir haben 1599 Enten zur Verfügung“, verweist Kiechle auf das mögliche Starterfeld, „1200 verkaufte Enten wäre eine gute Zahl.“ Neben dem Startgeld für die Enten (fünf Euro) gehen auch die Einnahmen aus Ausschank und Sponsorenspenden an die Einrichtung. Vor zwei Jahren kamen so an die 12.000 Euro für den guten Zweck zusammen. Die Zusammenarbeit verläuft harmonisch, es gebe eine tolle Freundschaft und Kameradschaft zwischen Vereinen und Akteuren.

Gemeinsames …

Dabei gibt es viel, was die beiden verbindet. Beide sind schon in jungen Jahren aus dem Familienumfeld in ihre Vereine gekommen, beide zeigen sich begeistert von dem, was sie tun. Dabei investieren sie beide einen beträchtlichen Teil der Freizeit. Neben den regulären Proben und Einsätzen kommt bei den beiden auch das Engagement für den Vereinsnachwuchs dazu. „Die Familie muss da dahinter stehen“, ist Entner überzeugt, „auch wenn die Freude über die viele investierte Zeit nicht immer so groß ist.“ Mittlerweile hat er eine elfjährige Tochter für den Verein gewinnen können. „Die Fünfjährige will aber zur Feuerwehr“, lacht er.

Die Nachbarn hätten bei einer Veranstaltung dem Kind die Autos gezeigt und damit eine Begeisterung für die Florianis geweckt. Auch Kiechle wäre nicht abgeneigt, bei seinen beiden Kindern Floriani-Nachwuchs zu finden. „Aber sie sind noch zu klein. Wir werden sehen.“

… und Unterschiedliches

Es gibt aber auch Trennendes, zumindest wenn man die jeweilige Vereinszusammensetzung anschaut. Die Rankler Feuerwehr ist noch sehr stark von Männern geprägt, nur vier von 74 aktiven (ab 16 Jahren) Mitgliedern sind Frauen. Bei der Bürgermusik ist das Verhältnis fast komplett ausgeglichen. „Es kommen aber immer mehr Frauen zur Feuerwehr“, erzählt Kiechle, bei den Jungflorianis gebe es vier Mädchen, hier sei vieles in Bewegung. Seine Freundin ist aber nicht dabei. „Da gäbe es dann vielleicht Diskussionen, wer zum Einsatz fahren kann und wer auf die Kinder schaut“, fürchtet Kiechle Konfliktpotenzial. „Meine Frau ist auch nicht bei der Musik“, erzählt Entner. „Aber sie hilft im Hintergrund mit.“ VN-GMS

Zur Person

Florian Kiechle
Der begeisterte Floriani ist in einem Team für die Rankler Feuerwehrjugend zuständig.

Geboren 8. 8. 1985

Beruf Produktionsmitarbeiter

Familie Partnerschaft, zwei Kinder

Hobbys Trachtengruppe, Skifahren, Snowboarden

 

Gerald Entner
Der Schlagzeuger der Rankler Bürgermusik ist Teil des Jugendleiterteams

Geboren 18. 4. 1968

Beruf Kfz-Sachverständiger

Familie verheiratet, drei Kinder

Hobbys Musik, Radfahren