Die Schönheit des Singens

Wetter / 29.11.2019 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ingrid Held leitet den Schulchor Cantoccini Lingenau. VN/Paulitsch
Ingrid Held leitet den Schulchor Cantoccini Lingenau. VN/Paulitsch

Ingrid Held erfreut sich täglich am ursprünglichsten Instrument.

Lingenau  Sie wird eine der Hauptakteurinnen bei der morgigen „Ma hilft“-Gala im Feldkircher Montforthaus sein. Ingrid Held leitet gemeinsam mit ihrem Kollegen Roland Beer den Cantoccini-Chor der Musikhauptschule Lingenau, der gemeinsam mit zwei Schulchören der Mittelschule Institut St. Josef und George Nussbaumer den Festabend gestalten wird. „Wir freuen uns alle zusammen sehr auf diesen Abend. Für uns ist das ein absolutes Highlight“, beschreibt die Musikpädagogin den Stellenwert des Auftritts mit ihren Schützlingen.

Mit Highlights ist die gebürtige Steirerin als Sängerin und Chorleiterin gesegnet. „Singen“, so sagt sie im Brustton der Überzeugung, „ist etwas Wunderbares. Ich habe die Möglichkeit, mit Kindern zu singen und dabei zu sehen, wie stark sie von dieser Tätigkeit profitieren“. Sprachentwicklung, Konzentrationsfähigkeit, soziale Fähigkeiten – diese und andere Bereiche würden durch das Singen positiv beeinflusst. „Ich merke es ja auch bei mir. Musik und Singen machen zudem ausgeglichener. Und ich behaupte: Jeder Mensch kann singen, auch wenn er glaubt, er kann es nicht“, huldigt Held jener Tätigkeit, die sie als Hobby zum Beruf machen durfte und die ihr Leben bestimmt.

Die aus Krieglach, der Heimat des berühmten Dichters Peter Rosegger stammende 51-Jährige kommt aus einer durch und durch musikalischen Sippe. Vater, Opa, Mama, Tante: Alle haben sie in Chören gesungen und auch Instrumente gespielt.

Einschlägiger Background

Bei einem solchen Background war der berufliche Lebensweg von Ingrid vorgezeichnet. Nach der Matura studierte sie Musikwissenschaften und Pädagogik in Graz. Während des Studiums sang sie in verschiedenen Chören und spielte Cello und Gambe in diversen Ensembles. „Ich wollte dann Lehrerin werden. In der Steiermark waren alle Stellen besetzt. Ich bewarb mich in allen anderen Bundesländern. Der Zufall wollte es, dass ich letztlich nach Vorarlberg kam“, erzählt die Chorleiterin aus ihrer Biografie.

Die Mutter einer Tochter unterrichtete zuerst in Lauterach, danach ging es nach Langenegg, ehe sie schließlich in Lingenau landete. In der dortigen Musikhauptschule sieht Ingrid Held ihr ideales berufliches Umfeld. Die Arbeit mit den insgesamt drei Chören der Schule macht ihr riesigen Spaß. Selbst singt der bekennende Freddie Mercury-Fan gerne ebenfalls „projektbezogen“ in verschiedenen Chören. „So weit es mein Zeitbudget zulässt.“ Die Schönheit des Singens erreicht sie überall. VN-HK

Zur Person

Ingrid Held
Die ausgebildete Musikpädagogin tritt mit ihrem Chor bei der „Ma hilft“-Gala auf.

Geboren 1. November 1968

Beruf Lehrerin

Wohnhaft Doren

Familie verheiratet, eine Tochter

Hobbys Musik, Spazierengehen

Lieblingsspeise Lasagne