Pflanzen und Tiere, die unsern Schutz brauchen

Wissen / 21.12.2012 • 19:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
So groß können Seeforellen werden. Foto: christian flemming
So groß können Seeforellen werden. Foto: christian flemming

Jedes Jahr kommt eine Liste der vom Menschen bedrohten Kreaturen heraus.

Wien. Alle Jahre wieder küren verschiedene Organisationen eine Reihe von Pflanzen- und Tierarten zur „Natur des Jahres“. Damit wolle man Bewusstsein für eine bestimmte Art oder einen Lebensraum schaffen und auf Gefährdungen aufmerksam machen, so der Naturschutzbund Österreich. Manche Arten würden für den deutschen Sprachraum gewählt, andere unterscheiden sich je nach vorherrschender Thematik zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Selbst innerhalb eines Landes ist man sich nicht immer einig, ob man etwa einer oder gleich drei Forellen die Ehre erweisen will.

Seeforelle Fisch des Jahres

Um darauf hinzuweisen, dass die Lebensräume der Seeforelle bedroht sind, kürten sie der Österreichische Fischereiverband, die Landesfischereiverbände und das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW) zum „Fisch des Jahres 2013“. Das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und deutsche Verbände zeichneten mit dem Titel zusätzlich die Meeresforelle und die Bachforelle aus. Barrieren in Form von Staustufen und Wehren würden die Forellen bei ihren Wanderungen behindern und sie von ihren Laichrevieren abschneiden, die Turbinen von Kraftwerken seien tödliche Fallen für die Fische, erklärte das ÖKF. Zum Schutz der Forellen müsse man ihren Lebensraum schützen und naturnahe, durchgängige Fließgewässer wiederherstellen, so die beteiligten Organisationen.

Der Vogel des Jahres, die Bekassine oder „Himmelsziege“, fällt nur auf, wenn sie will, nämlich beim Balzflug. Die Männchen vollführen dabei einen spektakulären Sturzflug und spreizen die beiden äußeren Schwanzfedern ab, worauf ein lautstarkes „Meckern“ zu hören ist, erklärt Birdlife Österreich, wie der Vogel zu seinem Spitznamen kam. Die Organisation hat gemeinsam mit deutschen Verbänden den Vogel erwählt, um aufzuzeigen, dass die Intensivierung der Landwirtschaft mit häufiger und früher Mahd, das Entwässern von Grünland und die Zersiedelung ihrer Brutgebiete den Wiesenvögeln zusetzen. Feuchtwiesen und Mooren solle wieder mehr Raum gegeben werden, dafür nimmt er die Politiker in die Pflicht. Die Bekassine ist eine Schnepfe mit braunem Tarnkleid, kurzen Beinen, rundlichem Körper und einem langen, geraden Schnabel, mit dem sie in flachen Gewässern und feuchten Böden Kleintiere sucht und findet.

Schutz für die Eibe

Die in Österreich gefährdete Eibe ist „Baum des Jahres 2013“, so der Naturschutzbund Österreich. Der immergrüne Nadelbaum mit roten Samen sei normalerweise zwischen 800 und 1800 Meter Seehöhe zu finden und wäre ein hochwertiger Lieferant von Möbel- und Schnitzholz.