Mikrowellen erhitzen das Weltklima

23.02.2018 • 13:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Paris Kleine Elektrogeräte mit großen Folgen für das Klima: Mikrowellen, Wasserkocher und Haartrockner schaden in erheblichem Maß der Umwelt. Laut einer am Donnerstag in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ veröffentlichten Studie sorgt allein der von den 130 Millionen Mikrowellen in der EU verbrauchte Strom jährlich für einen Kohlenstoffdioxidausstoß von 7,7 Millionen Tonnen.Das entspreche den Emissionswerten von knapp acht Millionen Autos, erklärten die Forscher. „Der Stromverbrauch hat die größte Auswirkung“, sagte der Hauptautor der Studie, Alejandro Gallego-Schmid von der Universität Manchester. „Das liegt an den Brennstoffen, die für die Stromerzeugung genutzt werden.“ Kohle und Gas erzeugen immer noch mehr als 40 Prozent des Stroms in der EU. Im Rest der Welt liegt der Anteil bei etwa 70 Prozent. Rechnet man zu den Mikrowellen noch die 150 Millionen Staubsauger, 144 Millionen Wasserkocher und mehr als 100 Millionen Föhne allein in Europa, ergibt sich ein erheblicher Kohlenstoffdioxidausstoß.