Popmusik mit etwas anderer Besetzung

Wohin / 01.10.2015 • 15:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„folkshilfe“: Drei junge Männer machen Popmusik mit etwas anderer Besetzung.  Foto: band
„folkshilfe“: Drei junge Männer machen Popmusik mit etwas anderer Besetzung. Foto: band

Drei Oberösterreicher begeistern ihr Publikum mit etwas anderer Popmusik.

schwarzach. Im August ist ihr Album „mit f“ erschienen. Im Oktober sind sie live in Dornbirn zu erleben. Die Newcomerband „folkshilfe“ im VN-Gespräch.

Bitte erklärt kurz, wie Ihr auf Euren Bandnamen „folkshilfe“ gekommen seid.

„folkshilfe“: Der Bandname geht zurück auf einen wunderbaren Abend, den wir erlebt haben, und nun versuchen wir, ihn immer mehr mit Inhalt zu füllen. Man kann auch denken, dass man den „Folks“, den Leuten eben, auch helfen kann.

Euch gibt’s seit 2013, angefangen habt Ihr damals mit Straßenmusik. Wie habt Ihr zusammengefunden?

„folkshilfe“: Wir drei kannten uns privat, Gabriel und Florian waren gemeinsam im Musikgymnasium in Linz und Matthias und Gabriel kennen sich seit ihrer Kindheit. So haben wir begonnen, miteinander zu musizieren. Anfangs auf der Straße und im Urlaub um sich selbigen zu finanzieren. Nach und nach haben wir immer mehr Songs geschrieben und sind auch immer wieder auf der Bühne aufgetreten.

Wie kam der Sprung von der Straße auf die Bühne?

„folkshilfe“: Das hat sich ergeben, wir wurden gefragt und haben zugesagt. Es hat sich rumgesprochen, die Veranstalter waren zufrieden, und dann sind immer mehr Anfragen gekommen.

Ihr spielt aber auch weiterhin auf der Straße?

„folkshilfe“: Na klar – das macht uns einfach Spaß. Auf der Straße musst du dir das Publikum erspielen, da sie nicht deinetwegen da sind, sondern zufällig vorbeikommen und nur stehenbleiben, wenn ihnen gefällt, was sie hören. Das heißt, man muss immer spontan mit der jeweiligen Situation umgehen können. Es gibt Menschenmengen, die sich mitreißen lassen und auch mitmachen, und dann gibt es Menschentrauben, die brav zuhören, jedoch zu schüchtern sind, um aus sich rauszugehen.

Euer im August erschienenes Album heißt „Album mit f“. Warum, was meint Ihr damit?

„folkshilfe“: Auf der einen Seite unser Hintergrund der Folkmusik. Andererseits ist das ein Statement gegen die ganzen Missverständnisse. Es ist unsere Vorstellungsrunde und wir wollen jeden Zweifel ausräumen.

Sind die Songs selbstgeschrieben?

„folkshilfe“: Wir schreiben alle unsere Songs selber. Die meisten haben wir gemeinsam komponiert und den Text geschrieben. Manchmal kommt einer mit einer neuen Idee und daraus entwickeln wir dann gemeinsam ein neues Lied.

Wie würdest du Eure Musik beschreiben?

„folkshilfe“: Der Grundgedanke ist inspiriert von der Haltung der American Folk Music mit den Urvätern wie Pete Seeger, wo bei den Gewerkschaftern von West nach Ost Lieder gesungen wurden, die sich durch deren Inhalt ohne Medienunterstützung verbreitet haben. Uns war wichtig, egal wie stilistisch unterschiedlich die Stücke scheinen, dass nichts aus dem Kontext gerissen wirkt. Wir haben alle drei einen sehr unterschiedlichen musikalischen Background, daher kommen wir aus verschiedenen Welten und hören auch quer durch den Gemüsegarten. Das beeinflusst uns natürlich.

Wie und wo wollt Ihr „folkshilfe“ in zwei Jahren sehen? 

„folkshilfe“: Wir wollen weiterhin von unserer Musik leben können und den gesamtem deutschsprachigen Bereich mit unserer Musik bespielen. Wichtig ist uns, dass wir uns nicht verbiegen, sondern auch künftig gemeinsam jede Menge Spaß auf der Bühne oder Straße haben. Egal, wohin die Reise geht, wir genießen den Weg und wollen bescheiden bleiben.

Zur Band

Bandname: folkshilfe

Mitglieder: Mathias Kaineder, Gabriel Haider, Florian Ritt

Formiert am: 1. Januar2013               

Wohnort der Bandmitglieder: Linz

Bandmotto: Keep on „folkshilfing“

Am 22. Oktober sind „folkshilfe“
in der Wirtschaft in Dornbirn
live zu erleben. Karten:
www.wirtschaft-dornbirn.at