„Kurz“-Geschichten mit „Kern“-Botschaft

Wohin / 15.02.2018 • 09:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Die Spechte“ sorgen demnächst wieder für einen heiteren Abend. D. Mathis
„Die Spechte“ sorgen demnächst wieder für einen heiteren Abend. D. Mathis

Mit viel hintergründigem Witz greifen die „Spechte“ auch in ihrem neuen Programm wieder politische Themen auf.

schwarzach Nächste Woche präsentieren die „Spechte“ ihr neues Programm Opus VII. Den Vorarlberger Nachrichten beantworteten die Kabarettisten vorab einige Fragen.

 

Nach „Opus VI“ kommt nun euer neues Programm „Opus VII“ ins Alte Kino. Wie lange habt ihr daran gearbeitet?

Spechte „In uns“ hat es schon seit Jänner 2017 gearbeitet. Dann haben wir bis Silvester gewartet und den Neujahrsvorsatz gefasst, ab
1. Jänner endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Dieser Vorsatz hat, zumindest bis jetzt, gehalten . . .

Ihr habt für euer neues Programm sicher wieder einige politische Themen aufgegriffen – könnt ihr uns kurz einen Einblick geben?

Spechte Das mit dem Einblick geben gestaltet sich etwas schwierig, da wir selber nicht immer den Durchblick haben, was jetzt politisch ist und was nur Show. Natürlich wird die Innenpolitik, was immer das auch sein mag, nicht zu . . . „kurz“ . . . kommen, aber auch die USA oder Nordkorea haben uns programmtechnisch mit Fake News eingedeckt.

 

Wie kommen eure Programme ­eigentlich zustande? Wie arbeitet ihr? 

Spechte: Tja, wie unsere Programme zustande kommen, das fragen wir uns ab und zu auch. Nach einer Phase der (kabarettistischen) Enthaltsamkeit heißt es: „Eigentli künnt ma wiedr …“, dann werden auf Fresszetteln in Tempotaschentuch-Größe Themen gesammelt, die es dann mitunter auch tatsächlich als Nummer ins Programm schaffen. Schreiben können zwar alle, tut bei uns aber meistens nur einer.

Wie lange probt ihr für ein neues Programm, bis es auf die Bühne kommt?

Spechte Das hängt davon ab, wie lange der Text-Specht seine Kollegenschaft auf die Geduldsprobe stellt, was das Warten auf Textmaterial betrifft. Diesmal waren wir in der glücklichen Lage, Opus VII sechs Wochen „auf die Probe stellen“ zu können, bevor es dann hoffentlich das „Pickerl“ bekommt.

Und wird nach der Premiere, also nachdem ihr gesehen habt, wie es ankommt, daran noch gefeilt oder steht dann alles felsenfest?

Spechte Am Programm gefeilt bzw. um Formulierungen gefeilscht wird ausschließlich vor der Premiere. Danach gilt bei den Spechten die Devise: „Was liegt, das pickt.“ Es handelt sich ja um das Spechte-Programm und nicht ums Regierungsprogramm.

Die Spechte gibt es schon fast ein Vierteljahrhundert. Wie blicket Ihr auf diese Zeit zurück?

Spechte Bei einem Buntspecht beträgt die Lebendauer sechs bis elf Jahre. Insofern haben wir uns ja nicht schlecht gehalten. Vor allem aber heißt ein Vierteljahrhundert Spechte, dass das oft totgesagte politische Kabarett in Vorarlberg schon fast 25 Jahre überlebt hat. Und das spricht in erster Linie nicht für uns, sondern vielmehr für unser tolles Publikum.

 

Was wünschen die Spechte sich für 2018?

Spechte Die Spechte wünschen sich für das Jahr 2018 viel Spaß mit Opus VII und möglichst keine Neujahrsvorsätze für 2019.

Zur Person

Die Spechte

Angelika Kerschhaggl-Linder, Mani Baumgartner, Martin Salzmann, Freddy Willinger

Geboren 1967-1968-1969-1968

Wohnort Rankweil und Altenstadt

Familienstand „alle aschtändig verhürotat“

Lebensmotto „Lieber einen spitzen Schnabel als ein stumpfes Bauchtrauma“

Die Spechte – Opus VII: Premiere am 23. Februar im Alten Kino Rankweil ist bereits ausverkauft. Weitere Termine: 24. und 28. Februar,
1. und 2. März. Karten: Raiffeisenbanken, Expert Tschanett, Musikladen.