Musik ist die Nummer 1 in Günther Sigls Leben

02.08.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Günther Sigl mit seiner Spider Murphy Gang - auch nach 40 Jahren noch erfolgreich. band
Günther Sigl mit seiner Spider Murphy Gang – auch nach 40 Jahren noch erfolgreich. band

Im VN-Interview spricht „Spider Murphy Gang“-Frontman Günther Sigl über seine größte Leidenschaft, die Musik.

schwarzach Als Frontmann der legendären „Spider Murphy Gang“ steht Günther Sigl auch nach vier Jahrzehnten immer noch mit Freude auf der Bühne. Demnächst gastiert er mit seiner Band in Satteins.

Herr Sigl, Sie haben ja schon einige Preise bekommen. Kürzlich sind Sie auch mit dem bayrischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. 

Das war schon eine Überraschung, als ich Post vom Ministerpräsidenten bekommen habe. Es war dann eine sehr schöne, feierliche Veranstaltung und ich habe mich sehr darüber gefreut.

Die Spider Murphy Gang gibts schon seit über 40 Jahren. Worauf blicken Sie in dieser langjährigen Bandgeschichte besonders gerne zurück?

Da gibt es viele schöne Momente. In dieser langen Zeit gab es natürlich viele Ups and Downs. Aber die Anfangszeit war schon sehr, sehr schön. Wir haben auf Englisch gesungen und erst ein Rundfunkmoderator vom BR, der uns damals entdeckt und als Hausband für seine Radioshow engagiert hatte, hat uns dann mehr oder weniger genötigt, auf Bayrisch zu singen. Wir fingen dann an, Rock’n’Roll auf Bayrisch zu machen und das hat sich dann als sehr gute und nachhaltige Entscheidung herausgestellt. Es war ja gerade die Zeit der Neuen Deutschen Welle, alles deutschsprachige war auf einmal hip und das hat sich auch auf unseren Erfolg ausgewirkt. Für uns als junge Band war das aber nicht immer einfach, denn für die Bandgemeinschaft waren diese vielen Foto- und Interviewtermine auch eine Belastung. Als die Neue Deutsche Welle zu Ende war, gab es in unserer Band Umbesetzungen, das war auch eine schwierige Zeit für uns. Aber plötzlich gings wieder aufwärts. Und heute ist die beste Zeit überhaupt. Wir haben die Hallen wieder voll und können uns aber aussuchen, was wir machen. Und wir kriegen jetzt Preise (lacht), was aber auch gefährlich ist . . . denn wenn man Preise bekommt, heißt das, dass man ja meist schon ein bestimmtes Alter erreicht hat. . .  (lacht).

Sie sind jetzt 72, wirken aber immer noch sehr jung. Spüren Sie Ihr Alter auf Tour?

Es ist alles recht entspannt und mir geht’s gut. Aber man muss schon auf sich schauen und die Kräfte einteilen. Wir haben vor ein paar Jahren noch um die 120 Konzerte im Jahr gespielt. Das haben wir mittlerweile reduziert, wir spielen jetzt vielleicht noch um die 60 bis 80 Konzerte übers Jahr verteilt.

Vor einigen Jahren haben Sie auch eine Solo-CD „Habe die Ehre“ herausgebracht. Was gab damals den Anstoß dazu?

Ich habe ja neben der „Spider Murphy Gang“ auch noch weitere Freunde, mit denen ich hobbymäßig Musik mache. Und dann hat sich das irgendwie ergeben, dass wir genug Songs zusammenhatten und damit auf die Bühne gegangen sind. Das war mal was anderes und hat auch viel Spaß gemacht. Es vergeht kein Tag, an dem ich die Gitarre nicht in der Hand habe. Musik ist die Nummer 1 in meinem Leben.

Im August können wir die Spider Murphy Gang beim Open Air in Satteins live erleben. Die großen Hits wie „Sperrbezirk“, „Schickeria“ oder „Grüaß die Gott Elisabeth“ sind sicher mit dabei?

Ja klar. Und noch vieles mehr. FA

Günther Sigl

Geboren: 8. Februar 1947

Wohnort: Gräfelding bei München

Lebensmotto: „Immer gelassen bleiben“

Die „Spider Murphy Gang“ am 14. August beim großen Open air in Satteins zu sehen. Infos/Karten: www.musikladen.at