Emotionale Klangwelten

Wohin / 12.09.2019 • 08:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Doomina sind beim Soundnoisefestival im Spielboden live zu erleben. Band
Doomina sind beim Soundnoisefestival im Spielboden live zu erleben. Band

Die Post-Rock-Band „Doomina“ ist im Spielboden zu erleben.

schwarzach Morgen, Samstag, geht im Spielboden Dornbirn das Soundnoise Festival über die Bühne. Mit dabei ist auch die Kärntner Formation Doomina, die mit dem Erschaffen von emotionalen Klangwelten in Form von atmosphärisch-flächigen Gitarren und verspielten Melodien die Hörer in den Bann zieht. Der Gitarrist der Band, Daniel Gedermann, erzählt im VN-Interview über die Entwicklung der Band, die Faszination von Instrumentalmusik und das neue Album „Orenda“. 

 

Doomina hat sich nun schon 13 Jahre dem Post Rock verschrieben. Was macht dieses Genre zu eurem Favoriten?

Daniel Genaugenommen sind es weniger als 13 Jahre Postrock, da wir – um auf die letzte Frage vorzugreifen – unsere Wurzeln im Stoner/Doom Bereich haben. Das mit dem Postrock hat sich im Laufe der Zeit so eingeschlichen. Reizvoll an dem Genre ist die Bandbreite der musikalischen und kreativen Möglichkeiten. Selten lassen sich solch unterschiedliche Stimmungen miteinander kombinieren.

 

Seid ihr eigentlich eine reine Instrumentalband?

daniel Bis dato ja. Man weiß ja nie, was passiert bzw. noch passieren wird.

 

Gab es nie die Intention, selbst zu singen oder einen Sänger, eine Sängerin aufzunehmen?

daniel Wir schließen es grundsätzlich nicht aus evtl. mal mit Gesang zu arbeiten – wir wollen uns schließlich nicht selbst limitieren – aber eine/n eigene/n SängerIn deswegen in die Band zu holen, kam uns eigentlich nie in den Sinn.

 

Warum nicht? Was macht Instrumentalmusik so faszinierend für euch?

daniel Gesang und/oder Text leiten den Hörer emotional in eine bestimmte Richtung. Ich finde, Instrumentalmusik ist da etwas freier und lässt so auch mehr Raum für Interpretation.

 

Wer von euch schreibt die Songs? Wie läuft das ab?

daniel Grundsätzlich alle zusammen, einer kommt mit einer Idee an welcher gearbeitet und geschraubt wird, bis irgendwann ein Song daraus entsteht

Ihr habt im Oktober vergangenen Jahres euer viertes Album „Orenda“ auf den Markt gebracht. Inwiefern unterscheidet es sich von seinen Vorgängern?

daniel Ich finde, unser Album „Orenda“ ist produktionstechnisch und auch vom Songwriting her sicherlich die beste Platte, die wir bisher veröffentlicht haben. Wir können uns die Songs darauf sogar heute noch anhören, ohne dabei leichten Brechreiz zu bekommen (lacht).

 Lass mich zum Schluss noch fragen: Warum nennt ihr euch Doomina?

daniel Wie in der ersten Frage bereits angedeutet, ist es ein Überbleibsel aus längst vergangenen Tagen – unserer Jugend.

Zur Person

Daniel Gedermann

Geboren in den 80ern 

Wohnort Klagenfurt 

Lebensmotto nein danke

Soundnoise Festival, Samstag, 14. September, Spielboden Dornbirn. Infos/Tickets: www.spielboden.at