Abstandsnachsicht beantragen

21.07.2016 • 08:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die entsprechenden Mindestabstände müssen stets berücksichtigt werden. Foto: Shutterstock
Die entsprechenden Mindestabstände müssen stets berücksichtigt werden. Foto: Shutterstock

Baugesetz. Mindestabstände und Ausnahmen davon sind bei der Errichtung eines Gebäudes genau geregelt.

Für Bebauungen von Grundstücken gelten in der Regel bestimmte Mindestabstände. Unter gewissen Umständen können diese auch unterschritten werden. Die notwendigen Bauabstände und Abstandsflächen werden im Vorarlberger Baugesetz § 5 Abs. 1-6 sowie § 6 Abs. 1-3 geregelt. Von diesen Vorschriften können von der Behörde Ausnahmen zugelassen werden, wenn diese die Interessen der Sicherheit, Gesundheit sowie des Orts- und Landschaftsbildes nicht beeinträchtigen und wenn zusätzlich noch weitere Bedingungen erfüllt werden.

Bedingungen für

Abstandsnachsichten

Vielfach muss der angrenzende (betroffene) Nachbar zustimmen. Wenn sonst eine zweckmäßige Bebauung wegen der besonderen Lage oder Form des Grundstückes anderweitig nicht möglich wäre. Bei Sanierungen oder baulichen Veränderungen sowie dem Wiederaufbau eines Gebäudes innerhalb von sieben Jahren dürfen die Schattenpunkte des Gebäudes nicht tiefer in das Nachbargrundstück hineinragen als bisher und bisherige Abstände nicht unterschritten werden. Bei nachträglich anzubringenden Außendämmungen dürfen diese maximal 25 cm betragen. Wenn Nebengebäude wie beispielsweise ein Geräteschuppen, Gartenhäuschen oder eine Garage errichtet werden, die nicht höher als 1,80 m über dem Nachbargrundstück sind, darf dies zu keiner höheren Beeinträchtigung des Nachbarn führen, als wie dies durch eine Wand, einen Zaun oder Ähnliches zur Grundstücksbegrenzung bis zur selben Höhe erfolgt wäre. Abstandsnachsichten, die öffentliche Verkehrsflächen betreffen, können auch ohne die Erfüllung der oben genannten Bedingungen erteilt werden.

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www.jusline.at