Positive Erinnerungen an Buchklassiker

Extra / 17.06.2018 • 13:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Manfred Flatz, Bürgermeister von Schwarzach.
Manfred Flatz, Bürgermeister von Schwarzach.

„Fünf Freunde“ von Enid Blyton waren in der Jugend gefragt.

Schwarzach Welche Kinder- oder Jugendbücher haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen? Wir haben bei vier Vorarlberger Bürgermeistern nachgefragt und haben festgestellt, dass es Buchklassiker sind, die sie gerne gelesen haben, als sie jung waren.

Christian Loacker

Die Fälle der „Fünf Freunde“ der Schriftstellerin Enid Blyton habe ich als Kind verschlungen und keinen Teil ausgelassen. Die Bücher waren in der Schulzeit heiß begehrt. Glücklicherweise hatte die damalige Bücherei in der Marktgemeinde Götzis die Bände der „Fünf Freunde“ bereits in ihr Sortiment aufgenommen. Es war fast wie ein Wettrennen, wer als erster die neuesten Bände ausleihen konnte. Später war es dann Karl May, der mich mit seinen Büchern auf abenteuerliche Fantasiereisen durch den Wilden Westen und den Orient mitgenommen hat.

Kurt Fischer

Mein Lieblingsbuch als Kind war „Huckleberry Finn“ von Mark Twain. Die abenteuerliche Reise des jugendlichen Ich-Erzählers Huck Finn zusammen mit dem Sklaven Jim auf einem Floß den Mississippi hinunter hat mich mitgerissen, ich habe mich mit Huck identifiziert und seinen Mut und Freiheitsdrang bewundert. Auf der Insel bei uns am Alten Rhein habe ich von ähnlichen Abenteuern geträumt, die Insel wurde dann zu Jackson’s Island, der Alte Rhein zum Mississippi und Lustenau zu St. Petersburg. Weiter oben in Hohenems hatte ein Mann ein Floß, ja eine Art Hausboot. Ich hätte mich nie getraut, es zu betreten, für Huck ein Kinderspiel.

Harald Köhlmeier

In meiner Kindheit war ich begeisterter Leser der „Fünf Freunde“-Buchreihe der britischen Kinderbuchautorin Enid Blyton. Zum einen, weil es in den Büchern um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Zum anderen stehen die Bücher für Abenteuer und für das gemeinsame und erfolgreiche Meistern von Herausforderungen. Dabei beweisen die Freunde immer weider detektivisches Gespür, Kombinationsgabe, Mut, List und Klugheit. Die besten Voraussetzungen für ein kurzweiliges Lesevergnügen für Kinder.

Manfred Flatz

Mein absolutes Lieblingsbuch während meiner Kindheit war „Titi im Urwald“ von Mira Lobe. Ich hatte es immer dabei. Für mich war das Buch, das schon 1958 den Österreichischen Staatspreis erhielt, ein echtes Lesevergnügen. Die Abenteuergeschichte im Urwald hat mich gereizt. In der Geschichte ging es um den Jungen Titi, der Anführer im Urwalddorf ist, bis ihm eines Tages Koka alle Kinder abspenstig macht. Daraufhin versucht Titi alleine im Urwald zu spielen. Die Themen Freundschaft und Vertragen hat Mira Lobe perfekt beschrieben.

Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau.
Kurt Fischer, Bürgermeister von Lustenau.
Harald Köhlmeier, Bürgermeister von Hard.
Harald Köhlmeier, Bürgermeister von Hard.
Christian Loacker, Bürgermeister von Götzis.
Christian Loacker, Bürgermeister von Götzis.