Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck

Extra / 04.11.2019 • 15:56 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, sollten bereits die Bewerbungsunterlagen überzeugen.
Um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, sollten bereits die Bewerbungsunterlagen überzeugen.

Ein Unternehmen kann nur so gut sein wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gerade deshalb brauchen Top-Arbeitgeber auch Top-Lehrlinge.
Nach der Entscheidung für den Wunschberuf steht ein wichtiger Punkt an: das Bewerbungsschreiben.

Wirft man einen Blick auf den Stellenmarkt, sind jedes Jahr aufs Neue interessante Lehrstellen bei namhaften Firmen ausgeschrieben. Stellen-
beschreibungen, die sicherlich viele junge Bewerber ansprechen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, von Anfang an zu überzeugen. Als Eintrittskarte in ein Unternehmen fungiert immer noch die Bewerbung, stellt sie doch die erste Kontaktaufnahme dar.

Deine Visitenkarte

Und diese schriftliche Bewerbung ist viel mehr als Lebenslauf, Foto und Interessen – sie ist die Visitenkarte, die ein poten­zieller Arbeitgeber als Erstes zu Gesicht bekommt. Anhand der Bewerbungs-
unterlagen entscheidet ein Arbeitgeber, ob er dich zu einem persönlichen Gespräch einlädt oder nicht. Daher ist es essenziell, dass diese Unter-lagen fehlerfrei und überzeugend sind.

Sauber arbeiten

Es sind nur ein paar kleine Regeln, die deine Bewerbung zu einer guten Bewerbung machen. Zunächst sei vorweg-
geschickt: Je sauberer und klarer strukturiert die Unterlagen sind, umso eher werden sie auch wahrgenommen.

Dabei gibt es einige Vorgaben, die beachtet werden sollten. Zunächst einmal die Bestandteile: Eine Bewerbung sollte aus einem Anschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf, einem guten Porträtfoto, dem letzten Jahreszeugnis und einem aktuellen Zeugnis (auch Halbjahreszeugnisse oder Bestätigungen von Ferial­praktika) bestehen.

Das Anschreiben

Im Anschreiben solltest du aus­führen, warum du Interesse an der angebotenen Lehrstelle genau in diesem Unternehmen hast, weshalb du dich dafür geeignet fühlst und wie du in das Unternehmen passt. Deine Motivation für den jeweiligen Lehrberuf sollte dabei klar erkennbar sein. Generell lässt sich sagen: Bitte keine Romane schreiben. Als Faustregel gilt: Nicht mehr als eine Din-A4-Seite! Schließlich soll das Schreiben den Leser neugierig machen und nicht abschrecken. Für solch ein Motivationsschreiben reichen oft einige Sätze – die aber in absolut fehlerfreiem Deutsch verfasst sein sollten.

Keine Plagiate

Wenn du deine Bewerbung eins zu eins aus dem Internet kopierst, könnte das bei der/dem Personalverantwortlichen sauer aufstoßen. Es spricht absolut nichts gegen das Ideensammeln im Netz, aber deine Unterlagen sollten individualisiert und an das Unternehmen angepasst werden. Nur so hebt sich deine Bewerbung von den vielen
anderen ab, die tagtäglich auf dem Schreibtisch eines Personalchefs landen.

Der Lebenslauf

Ebenfalls fehlerfrei, lückenlos und aktuell sollte der Lebenslauf sein. Hier kann es sich zudem lohnen, Fähigkeiten und Hobbys zu nennen, die für den gewählten Beruf hilfreich sein könnten. Der Lebenslauf sollte tabellarisch und chronologisch von der Gegenwart in die Vergangenheit gestaltet werden.

Das heißt, Aktuelles kommt ganz nach oben, Älteres ganz nach unten. Was im Eifer des Gefechts nicht vergessen werden sollte, ist dein Name, Alter, welche Sprachen du sprichst und natürlich Datum, Ort und deine Unterschrift am Ende des Lebenslaufs.

Zum Lebenslauf gehört in
der Regel auch ein Foto, wenn man es nicht schon auf
dem Begleitschreiben platziert.

Das Bild sollte nicht zu groß und nicht zu klein sein. Ebenso empfehlenswert sind natürliche Aufnahmen, keine gekünstelten „Kreationen“, die dich im völlig falschen Licht zeigen. Für das Foto solltest du eines aussuchen, auf dem du offen und freundlich aussiehst. Idealerweise ist es eines mit neutralem Hintergrund. Urlaubs- und Partybilder kommen für eine Bewerbung nicht in Frage.

Vorsicht ist

besser als Nachsicht

Last, but not least: Vor dem Abschicken an die zuständige Person im Unternehmen ­solltest du die gesamten Unter­lagen von einem ­Erwachsenen, seien es Eltern oder Lehrer, auf Recht­-
schreib- und Grammatikfehler
sowie die Form kontrollieren lassen.

Das Anschreiben sollte fehlerfrei sein.
Das Anschreiben sollte fehlerfrei sein.

Alles im Blick

Das Anschreiben sollte nicht länger als eine Din-A4-Seite sein und die eigene Motivation zum Ausdruck bringen. Keine Plagiate aus dem Internet!

Der Lebenslauf ist chronologisch aufgebaut und sollte fehlerfrei und lückenlos sein.

Das Foto zeigt den Bewerber/die Bewerberin am bes-ten vor einem neutralen Hintergrund. Keine Party-oder Urlaubsbilder!