Die Zukunft ist auch heute

Extra / 11.04.2022 • 16:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Die Zukunft ist so ungewiss wie nie zuvor. Das ist die schlechte Nachricht. Wir erleben im Moment eine fundamentale Phase des Umbruchs in nahezu allen Bereichen unseres Lebens. Politische Systeme werden in Frage gestellt und mit ihnen traditionelle Machtstrukturen. Ein Wirtschaftssystem, dessen Antrieb die reine Steigerungslogik des „Höher, schneller, weiter“ ist, stößt deutlich an seine Grenzen.

Ein Virus beschäftigt uns schon seit über zwei Jahren und ruft seine Botschaft beharrlich in alle Branchen hinein: „Wir brauchen neue Konzepte und Ideen. Die Zeit des Umbruchs ist da und lässt sich nicht aufhalten. Vergesst es gleich. Nichts wird je wieder so, wie es einmal war.“ Dann ist da noch das Digitale, das die genannten Entwicklungen fördert und herausfordert und ganz neue Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft formt.

Die Digitalisierung ist aber weit mehr als nur ein technologischer, sie ist vor allem ein sozialer Prozess. Aus gesellschaftlicher Sicht sollten wir daher nicht von der digitalen Revolution, sondern vielmehr von der digitalen Evolution sprechen. Das Digitale hat etwas in Gang gesetzt, an dessen Anfang wir noch stehen. Dieser massive Wandel fordert uns als Gesellschaft dazu auf, neue Antworten zu finden.

Die Zukunft ist also so ungewiss wie nie zuvor. Das ist die gute Nachricht. Krisen verwirren, machen orientierungslos und haben immer auch ganz konkrete, schmerzhafte Konsequenzen.

Doch ohne Zynismus und ohne Kalenderspruch-Qualität lässt sich dennoch sagen: ja, Krisen beinhalten auch Chancen.

Denn die vielen Veränderungen in unseren Lebenswelten passieren sowieso, auch ohne uns, nur dann eben irgendwie. Wenn alte Strukturen aufbrechen, entstehen Leerstellen. Diese Leerstellen gilt es neu zu füllen. Deshalb ist es so wichtig, gerade jetzt aktiv zu werden, Neues zu entwickeln und nicht nur das Bestehende zu verwalten. Die Kraft einer Krise kann als ein Momentum der Revitalisierung eines Systems, das eine Gesellschaft nun einmal auch ist, gesehen werden. Die Chance eines guten Lebens für so viele Menschen wie möglich erhöht sich drastisch, wenn wir aktiv werden, wirklich mitmachen. Wir sind alle wichtig.

Zukunft mitzugestalten bedeutet, sich in der Gegenwart für eine Richtung zu entscheiden, denn Zukunft ist immer auch jetzt. Gehen wir los Richtung Zukunft, kommen wir immer in der Gegenwart an.

Es hängt also von den vielen kleinen wie großen Entscheidungen ab, die heute getroffen werden, wie unsere Welt in einem, in fünf oder in zehn Jahren aussehen wird.

Die „50 Köpfe von morgen“ haben genau das verstanden und fangen heute damit an, das Morgen neu zu gestalten.

„Wir erleben eine ­fundamenta­le Phase des ­Umbruchs in nahezu allen Bereichen unseres Lebens.“

Weitere Informationen zu Christiane Varga unter www.christianevarga.com

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