Suche nach dem eigenen Weg

Gesund / 22.08.2014 • 09:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zerreißprobe. „Hättest halt kein Kind gekriegt!“ Ein Satz wie ein Hammerschlag, den manche Frau schon gehört hat, so auch Karin Steger. Ihr Alltag bestand wie jener vieler Mütter aus Hetzen zwischen gesellschaftlich anerkannten Lebensbereichen und der angeblichen Privatsache Familie. Das Buch beginnt mit einem Breakdown. Die alleinerziehende Karin Steger ist erschöpft, kann nicht mehr, weiß nicht mehr weiter.

Bald erkennt sie, dass die Abwertungsmechanismen, die in ihrem Umfeld und in unserer Gesellschaft wirken, auch in ihr selbst existieren. Sie macht sich auf die Suche nach einer Balance zwischen ihren vielen Aufgaben und ihren eigenen Wünschen, im Beruf, zu Hause, mit den beiden Kindern. Über einen Zeitraum von sieben Jahren schildert sie, wie sie aus Wut und Erschöpfung zu Autonomie, Geborgenheit und Lebensglück fand. Karin Steger (46) beginnt noch während des Studiums (Musikwissenschaften und Frauenforschung) als Journalistin und Moderatorin zu arbeiten. 1999 dann die Geburt ihres ersten Kindes. Der frühere Traumberuf lässt sich mit den zusätzlichen Aufgaben nicht mehr vereinbaren, sie erfindet sich neu, arbeitet als Sängerin, Sprecherin und später hauptsächlich als Stimm- und Sprechtrainerin. 2010 bekommt sie mit 41 Jahren ein zweites Kind.

Karin Steger: Hättest halt kein Kind gekriegt!, 176 Seiten, Orac,
Preis: 22 Euro, Erscheinungstermin: 29. August.

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