Mehr Sicherheit im Tiefschlaf

Gesund / 17.02.2017 • 08:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Krankenhaus Dornbirn hat viel Geld in neue Anästhesieplätze investiert, die Operationen noch sicherer machen sollen. Foto: stadt dornbirn
Das Krankenhaus Dornbirn hat viel Geld in neue Anästhesieplätze investiert, die Operationen noch sicherer machen sollen. Foto: stadt dornbirn

Sieben neue Narkosegeräte sorgen im KH Dornbirn für höchsten Standard.

dornbirn. Rund 6500 Patienten werden jährlich im Krankenhaus Dornbirn vom Anästhesie-Team unter der Leitung von Primar Harald Sparr medizinisch versorgt. Die Abteilung bietet nun dank neuer Investitionen eine höhere Behandlungsqualität und damit mehr Patientensicherheit. Die neueste Narkosetechnik wie auch das neue Patienten-Daten-Management-System (PDMS) sind wesentliche Aspekte der Modernisierung. Insgesamt investiert die Stadt Dornbirn in den Um- und Ausbau des Krankenhauses rund 22,5 Millionen Euro.

Sieben gleichwertige Operationssäle stehen nach Abschluss des Umbaus Mitte 2020 dem Ärzte- und Pflegeteam zur Verfügung. „Auch wenn das Krankenhaus und die Medizintechnik laufend gut gewartet und stets auf den neuesten Stand der Technik gesetzt wurden, sind Maßnahmen notwendig, um die wichtigste Gesundheitseinrichtung der Stadt fit für die Zukunft zu machen“, betont Krankenhausreferent Martin Ruepp. Andere Verbesserungen wie ein neues MRT-Gerät im Erdgeschoss sowie das neue Patienten-Daten-Management-System (PDMS) wurden bereits in Betrieb genommen. „Das PDMS ist eine örtliche wie zeitlich unabhängige Informationsplattform für alle im medizinischen Bereich tätigen Personen“, erklärt Harald Sparr. So gewährleistet die nahezu papierlose, detaillierte und fehlerfreie Erfassung der medizinischen Behandlung eine höhere Behandlungsqualität wie auch Patientensicherheit. Die sieben neuen Anästhesie-Arbeitsplätze sind ein weiterer Schritt.

Zukunftsweisende Beatmung

Insgesamt 6592 Narkosen wurden im Jahr 2015 vom Team der Anästhesie und Intensivmedizin verabreicht. Je nach Eingriff kamen unterschiedliche anästhesiologische Verfahren wie inhalative oder intravenöse Anästhesie zum Einsatz. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 50 Jahren. „Die neuen Geräte sorgen für höchste Sicherheit in allen Patientengruppen. Zudem sind sie ergonomischer, ökologischer und ökonomischer“, betont Sparr. Es erfolgt eine lückenlose Erfassung aller Parameter von der Notaufnahme über den Operationssaal und den Aufwachraum bis zur Intensivstation.

1,35 Millionen Euro hat die Stadt Dornbirn in das PDMS und die medizintechnische Ausstattung des OP-Bereichs investiert. Zum neuen Anästhesie-Arbeitsplatz gehört auch ein Monitor, der die Hirnströme der Patienten und damit die Schlaftiefe während der Narkose messen kann. So werden die Patienten für die Zeit des Eingriffs in Tiefschlaf versetzt und können nach der Operation gezielt „geweckt“ werden. Das Narkosegerät ermöglicht aufgrund technischer Verbesserungen den Gesamtverbrauch an Narkosegasen zu reduzieren und dadurch die Umwelt zu schonen.

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