Neue Wege in der Kommunikation

28.04.2017 • 07:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Durch Reden kommen auch die Ärzte zusammen, und es lassen sich Missverständnisse ausräumen.  Foto: KHBG/Rüdisser
Durch Reden kommen auch die Ärzte zusammen, und es lassen sich Missverständnisse ausräumen. Foto: KHBG/Rüdisser

Spitalsärzte des LKH Bregenz und Bregenzer Allgemeinärzte an einem Tisch.

Bregenz. Für eine optimale Patientenbetreuung muss die Patientenversorgung zwischen den Hausärzten und dem Spital möglichst Hand in Hand gehen. Wichtige Informationen über den bisherigen Krankheitsverlauf und die weitere Betreuung eines Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt müssen zwischen den betreuenden Ärzten im stationären Bereich und den Kollegen im niedergelassenen Bereich verlässlich und rasch ausgetauscht werden. Zur Verbesserung dieser Zusammenarbeit traf sich eine Delegation von Allgemeinärzten zu einem ausführlichen Gedankenaustausch mit den Primarärzten und Vertretern der Oberärzte des Landeskrankenhauses Bregenz. Auf den Tisch gebracht wurden grundsätzliche Themen wie die gegenseitige Wertschätzung oder die bessere Kommunikation durch elektronischen Datenaustausch.

Ein Bündel an Maßnahmen

Und es wurden mit ganz konkreten Maßnahmen zur Umsetzung auch gleich Nägel mit Köpfen gemacht, um die Patientenversorgung effizienter zu gestalten: „Die Allgemeinärzte kennen ihre Patienten meist seit langer Zeit und wissen auch mehr um deren familiären und sozialen Hintergründe“, ist Chefarzt Michael Rohde überzeugt. „Die Kenntnis dieser Umstände ist gerade für uns Spitalsärzte in der Behandlung chronisch kranker älterer Menschen sehr wertvoll. Wo es gelingt, das Wissen und die Erfahrung der Allgemeinärzte zum Patienten mit der spezialisierten Expertise und technischen Möglichkeiten der Krankenhausärzte zusammenzubringen, kann die Betreuung nur verbessert werden.“

Ein Thema war auch die Wiederholung von Untersuchungen: „Diese können durch bessere Vernetzung der Hausärzte mit den Spitalsärzten vermieden werden“, meint Rohde. Auch Fragen wie der Wille des Patienten bezüglich intensivmedizinischer Behandlung oder der Behandlung am Lebensende können nur in Zusammenarbeit gut gelöst werden.

Auftakt für weitere Treffen

Das Gespräch war Auftakt für weitere Treffen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und dem LKH Bregenz. Ein nächstes Treffen ist für November 2017 anberaumt. Dann soll die Umsetzung und Wirkung der beschlossenen Maßnahmen beleuchtet werden. Zur Primarärztesitzung eingeladen wird jeweils eine Delegation von Allgemeinärzten.