Dem Augenstress vorbeugen

Gesund / 29.11.2019 • 09:54 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Herbst- und Winterzeit setzen nicht nur der Haut extrem zu, sondern auch den Augen. Sorgfalt ist daher angeraten. pexels
Herbst- und Winterzeit setzen nicht nur der Haut extrem zu, sondern auch den Augen. Sorgfalt ist daher angeraten. pexels

In der kalten Jahreszeit braucht das Sehorgan besondere Zuwendung.

Bludenz Während die Temperaturen schon Richtung Winter sinken, nehmen die Stressfaktoren für die Augen zu. Simon Bitsche, Vorarlberger Berufsgruppensprecher der Augenoptiker/Optometristen, schildert: „Bildschirmarbeit, erschwerte Bedingungen beim Autofahren und trockene Augen sowie die alljährlichen Erkältungswellen belasten unser wichtigstes Sinnesorgan schwer.“ Die Landesinnung gibt Tipps, was man dagegen tun kann.

 

Kalter Wind – trockene Augen. „Augen sind sehr widerstandsfähig, aber kalter und trockener Wind macht sie anfällig für Trockenheit“, warnt Simon Bitsche. Trockene Augen werden durch verschiedene Ursachen begünstigt, etwa durch verklebte Lidränder, eine zu geringe Tränenmenge oder eine schlechte Tränenfilmqualität. „Je nachdem gibt es verschiedene Arten von Nachbenetzungstropfen, die helfen können, aber lassen Sie sich beraten, denn es ist nicht egal, was man sich in die Augen tropft.“

 

Schlechte Sicht beim Autofahren. „Einerseits blendet die tiefstehende Sonne, andererseits sorgt das feuchte Wetter für reflektierende Fahrbahnen. Die rascher einfallende Dunkelheit ist ein weiteres Problem, da mitunter dann erst Fehlsichtigkeiten auftreten oder sich stärker auswirken, Stichwort Nachtblindheit“, erläutert Bitsche. Dazu kommt, dass nur ein sehr geringer Prozentsatz der Lenker eine Autofahrerbrille tragen, die solche Probleme unter anderem durch eigene Beschichtungen ausgleicht. „Die meisten sind der Meinung, ihre Alltagsbrille reicht. Das ist aber nicht immer der Fall. Eine Autofahrerbrille könnte so manchen Unfall vermeiden helfen“, ist der Experte überzeugt.

 

Bürostress schlägt sich auf die Augen. Das stundenlange Starren in Bildschirme sorgt für Beschwerden wie Kopfweh, Augenrötungen und -trockenheit. 83 Prozent der Bildschirmarbeiter klagen über solche Probleme. Zu wenig Bildschirmpausen (pro Stunde fünf Minuten Pause, natürlich ohne Handy, helfen bereits) und die falsche Brille verschlimmern die Lage. „Wer den Tag vor dem Bildschirm verbringt, dem ist unbedingt eine Brille anzuraten, die auf die eigene Situation abgestimmt ist, also unter anderem auf die Distanz zum Bildschirm. Die Alltagsbrille ist hier fehl am Platz. Bildschirmbrillen sorgen unter anderem durch Blendschutz und Blaulichtfilter dafür, dass die Anstrengungen für die Augen verringert werden,“ erklärt Bitsche.

 

Die Erkältungssaison ist gestartet. „Den meisten Menschen ist gar nicht klar, welche wichtige Rolle die Augen in der Erkältungszeit spielen“, bemerkt Simon Bitsche. „Sind Sie verkühlt, fassen Sie sich auf keinen Fall in die Nähe der Augen, denn so geraten Bakterien und Viren schnell in den Körper“, warnt er. Erkältungen sorgen für Rötungen, erhöhten Tränenfluss und andere Anzeichen von gereizten Augen. Bitsche: „Wir empfehlen auch den Augen zuliebe oftmaliges Händewaschen und das Desinfizieren von Türklinken, Arbeitsgeräten und Handys.“