Lustenauer sollen bei Ortsentwicklung mitreden

HE_Dornb / 11.05.2022 • 15:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Quartiersspaziergängen sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, am REP mitzuarbeiten.Gde?
In Quartiersspaziergängen sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, am REP mitzuarbeiten.Gde?

Räumlicher Entwicklungsplan der Marktgemeinde wird zur Diskussion gestellt.

Lustenau Im Räumlichen Entwicklungsplan sollen die Weichen für die Ortsentwicklung der Marktgemeinde Lustenau gestellt werden. Nun ist die Bevölkerung eingeladen, diesen mitzugestalten und ihre Anliegen und Anregungen zur Zukunft ihrer Heimatgemeinde einzubringen.

Der Räumliche Entwicklungsplan (REP) wird seit rund zwei Jahren erstellt. In dieser Überarbeitung des Räumlichen Entwicklungskonzepts aus 2006 werden die Ziele und Maßnahmen für die kommunale Raumplanung neu festgelegt. „Der Räumliche Entwicklungsplan gibt uns ein Werkzeug in die Hand, mit dem wir unseren Lebensraum gemeinsam planen können“, betont Bürgermeister Kurt Fischer. Im REP werden Themen wie Bauen und Wohnen, Natur und Landschaft, Mobilität und Verkehr, Landwirtschaft, Freizeit und Erholung, Arbeiten und Wirtschaft, Klima und Energie behandelt.

Über die Grenzen hinaus

Dabei schaut Lustenau auch über die Gemeindegrenzen: „Zusätzlich zu den im Raumplanungsgesetz angeführten Themen betrachten wir auch sehr genau die überregionalen Planungen. Die Entwicklung zur
S 18, der Neubau der Brücke Au-Lustenau und das Hochwasserschutzprojekt Rhesi liegen zwar nicht im eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde und dennoch sind wir stark davon betroffen und stimmen sie mit unserem REP ab“, unterstreicht Fischer.

Mehrere Termine

Nun ist der REP so weit fortgeschritten, dass er zur Diskussion gestellt werden kann. Die Bevölkerung soll daran mitwirken und sich einbringen. In vier Ortsteilgesprächen und Quartiersspaziergängen sowie einer Radausfahrt gibt es die Möglichkeit dazu. Gestartet wird am 20. Mai mit einem Ortsteilgespräch im Kindergarten Engelbach und einem anschließenden Quartiersspaziergang im Hasenfeld. Am 3. Juni geht es im Rheindorf und am 10. Juni im Kirchdorf weiter. Am
15. Juni findet außerdem eine Radausfahrt entlang des östlichen Siedlungsrands mit Ausblicken ins Ried statt. Ein „Sommrbriend“ im Rathausquartier Anfang Juli beschließt die Beteiligungsreihe.

Im Herbst, so heißt es von der Gemeinde, soll der Räumliche Entwicklungsplan von der Lustenauer Gemeindevertretung beschlossen und vom Land bewilligt werden. Er gilt für zehn Jahre. MIMA

„REP ist ein Werkzeug, mit dem wir unseren Lebensraum gemeinsam planen können.“