Der Mann, der das Motocross am Leben hält

Heimat / 01.06.2026 • 09:44 Uhr
MCCM Präse Michael Zimmermann macht seit mehr als zehn Jahren einen Megajob.
MCCM-Präsident Michael Zimmermann macht seit mehr als zehn Jahren einen Megajob.Thomas Knobel

Michael Zimmermann investiert seit Jahren viel Zeit in das Rennen am Montikel.

Feldkirch Wenn am Montikel die Motoren aufheulen und Tausende Besucher zum traditionsreichen Motocrossrennen nach Tosters pilgern, ist für Michael Zimmermann ein monatelanger Kraftakt geschafft. Der Feldkircher Unternehmer, Geschäftsführer von Bischof Transporte, Spartenobmann für Verkehr und Transport der Wirtschaftskammer Vorarlberg und Präsident des Motocross Club Montfort (MCCM), zählt seit Jahren zu den wichtigsten Köpfen hinter der Großveranstaltung.

Zimmermann steht nicht gerne im Rampenlicht. Seine Arbeit findet meist hinter den Kulissen statt. Dort sorgt er gemeinsam mit seinem Team dafür, dass aus einer Wiese am Montikel innerhalb weniger Tage ein Veranstaltungsgelände für eines der größten Motocross-Events Vorarlbergs wird.

Zum Verein kam Zimmermann nicht erst als Präsident. Bereits zuvor war er als Stellvertreter von Othmar Walser aktiv, der den Club über viele Jahre hinweg geprägt hatte. Als sich Walser entschloss, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen, übernahm Zimmermann die Führung des Vereins. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Verbundenheit mit dem Motocross-Sport und der Wunsch, die traditionsreiche Veranstaltung am Montikel langfristig abzusichern.

Action pur am Tostner Montikel ist heuer angesagt.
Action pur am Tostner Montikel ist heuer angesagt.

Heute blickt Zimmermann auf mehr als zehn Jahre als Präsident zurück. Was viele Besucher als zweitägige Motorsportveranstaltung erleben, ist für ihn längst ein Ganzjahresprojekt geworden. Bereits Monate vor dem ersten Rennen beginnen die Vorbereitungen. Sponsoren müssen betreut, Drucksorten organisiert, Transparente bestellt und Genehmigungen eingeholt werden. Gleichzeitig laufen Gespräche mit Behörden, Lieferanten und Partnerunternehmen.

Besonders intensiv wird es in den Tagen vor dem Event. Dann verwandelt sich das Gelände Schritt für Schritt in eine Motorsportarena. Zelte werden aufgebaut, Bewässerungsanlagen installiert, Absperrungen montiert und unzählige Materialien auf den Montikel transportiert. Da die Fläche während des Jahres landwirtschaftlich genutzt wird und dort Kühe weiden, muss die gesamte Infrastruktur jedes Jahr neu errichtet werden.

Das Highlight: Die Seitenwagen Beiwagen Läufe in Tosters.
Das Highlight: die Seitenwagen-Beiwagen-Läufe in Tosters.

Tatsächlich reicht seine Aufgabenliste von der Bestellung des Festzelts über die Organisation von Baumaschinen bis hin zur Abstimmung mit Stadtwerken, Bauamt und Sponsoren.

200 Helfer engagieren sich Jahr für Jahr für die Veranstaltung. Sie kümmern sich um die Strecke, den Parkplatzdienst, die Verpflegung, die Infrastruktur und viele weitere Aufgaben.

Besonders am Herzen liegt Zimmermann die Zukunft des Vereins. Mehrere langjährige Funktionäre haben den MCCM über Jahrzehnte geprägt und leisten noch immer wertvolle Arbeit. Gleichzeitig gelte es, junge Menschen für Verantwortung zu begeistern. Mit Vincent Hirschauer und Paul Müller engagieren sich bereits zwei junge Motocross-Fahrer aktiv im Vorstand. Für Zimmermann ist das ein wichtiges Signal für die Zukunft. Denn nur wenn die nächste Generation Verantwortung übernimmt, könne die Erfolgsgeschichte des Vereins weitergeschrieben werden. Am 20. und 21. Juni pilgern wieder Tausende Motorsportfans zum Montikel nach Tosters. VN-TK

Ohne den Macher vom Tostner Montikel gäbe es das Rennen sicher nicht in dieser Form.
Ohne den Macher vom Tostner Montikel gäbe es das Rennen sicher nicht in dieser Form.
Auch die Soloklassen sind stark besetzt.
Auch die Soloklassen sind stark besetzt.
Kampf um jeden Zentimeter.
Kampf um jeden Zentimeter.
Starke ausländische Topfahrer kommen nach Tosters.
Starke ausländische Topfahrer kommen nach Tosters.
Viele Besucher sind zwei Tage mit dabei.
Viele Besucher sind zwei Tage mit dabei.
Ein richtiges Dorf wohnt an den Renntagen entlang der Strecke.
Ein richtiges Dorf wohnt an den Renntagen entlang der Strecke.