Ambulante Pflege vor mehr Modellregion

20 Jahr Krankenpflegeverein Tosters im “Haus Tosters”: Bald gemeinnützige Genossenschaft
Feldkirch “Es geht bei der Arbeit der Krankenpflegevereine um Vorsorge und Prävention sowie die ambulante Betreuung alter Menschen, damit diese möglichst lange selbstbestimmt leben können”, stellte Herbert Lins beim Fest zur 20-jährigen Tätigkeit des fast hundert Jahre alten Krankenpflegevereins Tosters im “Haus Tosters” fest. Der Obmann des Krankenpflegevereins Levis-Tisis und GF der Seniorenbetreuung Feldkirch hatte eindrucksvolle Zahlen parat.

Im Vorjahr haben die ehren- und 32 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fünf Krankenpflegevereine in der Montfortstadt mehr als 900 Patient:innen betreut. Von dem 2,3 Millionen Euro betragenden Budget erwirtschaften die Vereine durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Veranstaltungen wie Blutspendeaktionen und die Beteiligungen an Märkten etwa 700.000 Euro.

Durch die demografische Entwicklung, die steigenden Ansprüche an Betreuung und Pflege kämen die Vereine aber immer mehr an ihre Grenzen. Deshalb läuft einerseits eine Bedarfsplanung für die stationäre Langzeitpflege und steht andererseits die Gründung einer gemeinnützigen Genossenschaft bevor. “Wir sind schon lange dran, seit etwa zwei Jahren intensiver, und wollen dadurch noch besser zusammenarbeiten und Herausforderungen bewältigen, die einzelne Vereine allein nicht stemmen können”, erklärte Lins.

Die rund 5200 Mitglieder und 45 Funktionäre müssten aber nicht befürchten, dass dafür Mitgliedsbeiträge und Spenden herangezogen würden. “Wir haben von verschiedenen Seiten Unterstützung.” Bei aller Stärkung der Professionalisierung soll die bewährte Kultur der Krankenpflegevereine erhalten und weiterentwickelt werden.

Zuvor hatte StR. Bernhard Kiener in seiner Funktion als Obmann des Krankenpflegevereins Tosters die Besucherinnen und Besucher des Festes zum 20-jährigen Arbeiten im Haus Tosters begrüßt, insbesondere die Ehrenobmänner Hubert Klien, Walter Fontana und Guntram Metzler. Er erinnerte an die sehr beengten Verhältnisse zuerst in einem Geräteraum des Kindergartens Alvierstraße, später in einem kleinen Büro des Kindergartens Riedteilweg. Durch die Übersiedlung ins Haus Tosters könnten die zehn Pflegefachkräfte und drei gerontopsychiatrischen Fachkräfte ihre Arbeit für die fast 7000 Tostnerinnen und Tostner besser bewältigen. Verwaltungsaufgaben erledige Ingeborg Fleisch sehr kompetent und engagiert. AME

