Kleine Stromsparschritte

14.03.2019 • 14:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Beleuchtung hat die größten Stromverbrauchsanteile eines Haushalts.foto: Shutterstock
Die Beleuchtung hat die größten Stromverbrauchsanteile eines Haushalts.foto: Shutterstock

Bereits kleine Maßnahmen im Haushalt und Alltag
können dabei helfen, Strom und Kosten zu sparen.

Energie Der Stromsparexperte Helmut Burtscher (vkw) erklärte jüngst im Rahmen einer öffent-
lichen Vortragsreihe: „Die größte ungenutzte Energiequelle ist unser eigenes Verhalten.“ Der Pro-Kopf-Stromverbrauch hat sich in den vergangenen Jahrzehnten um 85 Prozent erhöht, obwohl dies weder durch das Bevölkerungswachstum oder die Zunahme der Einpersonenhaushalte begründbar wäre. Erhöht hat sich hingegen die Gesamtwohnnutzfläche pro Person (von 32,4 auf 42,4 m2). Obwohl Haushaltsgeräte immer effizienter arbeiten, wird der sogenannte Reboundeffekt festgestellt: Die Effizienzsteigerung führt zu erhöhtem Verbrauch.

Unterschätzter „Nichtbetrieb“

Warum es sich rentiert, den Stecker zu ziehen oder eine Steckerleiste zu verwenden, mit der man mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten kann: Ein durchschnittlicher Haushalt gibt über 150 Euro jährlich einfach durch den „Nichtbetrieb“ also Stand-by-Betrieb von diversen Geräten aus. In Summe ergibt der durchschnittliche Vorarlberger Stand-by-
Betrieb einen enormen Gesamtstrombedarf von rund 40.000.000 kWh. Die Jahres-Stromerzeugnisse des Kraftwerks Illspitz in Feldkirch in Höhe von 28.000.000 kWh alleine würden nicht ausreichen, um die jährlichen Verluste, die durch den Stand-by-
Betrieb in Vorarlberg entstehen, abzudecken.

Verbrauchsanteile

Aufgeteilt auf Verbrauchsanteile führt die Beleuchtung mit 17 Prozent, gefolgt von Warmwasserkleinspeichern und Umwälzpumpen sowie dem Bereich Waschen, Trocknen und Spülen mit 14 Prozent. Kühlen und Gefrieren (13 Prozent) und Kochen sind mit 13 Prozent zu gleichen Teilen am Verbrauch beteiligt. HiFi und TV schlagen mit 9 Prozent zu Buche – die restlichen Prozent verteilen sich auf Telekom, Kleingeräte und sonstiges. Einsparpoten-
ziale errechnet der Experte mit der Umstellung auf LED-
Beleuchtung, mit dem Einbau einer effizienteren Heizungspumpe, der Vermeidung von Stand-by oder dem Verwenden einer Energiesparbrause, die nicht nur Wasser sparen hilft, sondern vor allem erheblich Energiekosten für die Warmwasserbereitung einspart. Auch effiziente Kühl-/Gefrierkombigeräte helfen sowohl Kilowattstunden wie Euro einzusparen. In seiner Beispielrechnung für einen Durchschnittshaushalt kam der Stromsparfachmann so auf ein jährliches Stromkostensparpotenzial von 319 Euro. Über die VKW-Umwälzpumpenaktion und andere Energiesparmöglichkeiten informiert zum Beispiel auch die vkw.

Weitere Informationen auf

www.vkw.at