SOV startet ungewöhnliche Vorarlberg-Tour abseits großer Bühnen

Fünf Konzerte, freier Eintritt und neue Orte: Das Symphonieorchester Vorarlberg will sein Publikum in ganz Vorarlberg überraschen.
Bregenz Um seine Rolle als “Klassik-Nahversorger” des Landes weiter auszubauen, geht das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) abseits der gewohnten Spielorte mit dem neuen Format “SOV Outreach” neue Wege. Verschiedene kammermusikalische Formationen begeben sich auf eine kleine Tournee durch ganz Vorarlberg. Sie führen in den Bregenzerwald, das Große Walsertal, nach Bludenz und ins Montafon. Für zwei Termine sind Anmeldungen nötig, alle anderen sind frei zugänglich.

“Wichtig ist uns vor allem der Dialog zwischen Bühne und Publikum”, erklärt Gerald Mair, Geschäftsführer des Symphonieorchesters Vorarlberg. Es gibt ein Gewinnspiel und Mitmachaktionen bei den fünf Konzerten, Moderationen sorgen ebenso für einen niederschwelligen Zugang.
Der Startschuss fällt am 10. Mai am Bahnhof Schwarzenberg. Unter dem Motto “Mit Dampf in den Muttertag” begrüßt ein Holzbläserensemble die Fahrgäste bei der Ankunft des Wälderbähnles. Ebenfalls im Bregenzerwald – in der Pfarrkirche Mellau – ist am 23. Mai der Chor Mellôdiös zusammen mit einem Celloquartett des Symphonieorchesters Vorarlberg zu hören. Fünf Tage später heißt es “Musik aus unterschiedlichsten Stilrichtungen” bei einem Platzkonzert vor der Remise Bludenz.

Bei Schönwetter steht am 19. Juni die Festwiese Litz bei der Kulturbühne Schruns doppelt im Fokus: Zum einen wird das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker live übertragen, zum anderen liefert ein Posaunenquartett des SOV den passenden Einstieg in den Abend.
Ein besonders vergnügliches Familienprogramm verspricht der Abschluss der Outreach-Serie am 27. Juni zu werden: das Open Air am malerisch gelegenen Seewaldsee in Fontanella. Hier sind Werke von der Klassik bis zur Gegenwart zu hören, während man sich entspannt auf der Picknickdecke räkelt oder die Füße ins Wasser steckt. Nur eines ist zu beachten: Der See ist nicht mit dem Auto zu erreichen, es geht nur bis zum Wanderparkplatz Fontanella Säge. Doch die Alternativen sind attraktiv: entweder eine rund 30-minütige Wanderung oder die Fahrt mit dem stündlich verkehrenden Seewaldseezügle.

Ein Schmankerl obendrauf: “Bei allen Konzerten erklingt die neu komponierte SOV-Kennmelodie, die bei der Programm-Pressekonferenz vorgestellt wurde und uns in der neuen Saison begleiten wird”, sagt Gerald Mair.