HTL-Lehrer und das Goldbrünnlein

Leserbriefe / 06.12.2019 • 18:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Laut der letzten Pisa-Studie soll es bei vielen Schülern in Sachen „Mathe“ hapern. Verfolgt man die Berichte in den VN, wie „Ministergehälter für HTL-Lehrer“ und Ähnliches, so scheint es mir, dass es auch bei manchem dieser Lehrer trotz akademischer Vorbildung in Sachen Rechnen auch nicht zum Besten steht. Wie wäre es sonst möglich, dass manche dieser Professoren über teilweise längeren Zeitraum gar nicht bemerkt hatten, dass ihnen ein fast doppeltes Gehalt ausbezahlt worden ist, und zwar nicht als Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Es soll sich laut VN um sehr hohe, um nicht zu sagen horrende, Eurobeträge gehandelt haben. Auch der Verwaltung soll dabei nichts aufgefallen sein. Vielleicht haben diese Herrschaften auch nur das Gefühl für die Einkommen von Otto-Normalverbraucher verloren. Sehr zu denken gibt einem dann noch, wie in puncto Strafverfolgung mit den Genannten umzugehen beabsichtigt wird. Von versprochenen Schadenswiedergutmachungen werden wir uns überraschen lassen, oder eben nicht. Es stimmt halt immer noch: Die Kleinen fängt man ein, die Großen lässt man laufen! In vielen Possen macht es die Politik sehr gut vor! Es gilt natürlich für alle, die sich angesprochen fühlen, die Unschuldsvermutung. Stellt sich nur die Frage: Quo vadis, Austria?

Reinhold Böhler, Frastanz