Bürgermeisteramt
– Nein danke!

Leserbriefe / 10.12.2019 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Es macht mir Sorgen, dass sich bei den kommenden Gemeindewahlen vor allem in kleineren Gemeinden keine oder keiner sich bereit erklärt, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen.

Die Bevölkerung wählt die Gemeindevertretung und den Bürgermeister, diese sollen die Aufgaben für eine Gemeindeverwaltung übernehmen. Getroffene Entscheidungen werden immer einigen Bürgern nicht passen. Es müssen aber viele Aspekte berücksichtigt werden, die dem Einzelnen oft gar nicht bewusst sind. Grund und Boden sollen gespart werden, jeder will ein Häuschen, Wohnblöcke sollen nicht genehmigt werden. Der Bürgermeister muss über alle Bestimmungen Bescheid wissen, wenn diese oft unnötig, übertrieben und kostspielig sind. Die Infrastruktur im Dorf soll gut sein. Kindergarten, Schulen, Straßen, finanzielle Unterstützung für Vereine, dies kostet Geld. Wenn aber Firmen abwandern und keine Einnahmen für die Gemeinde da sind, wer soll alles bezahlen? Wenn bei Volksabstimmungen in einer Gemeinde in Familien, bei Nachbarn, Freunden und Vereinen so viel Streit entsteht, ist das sehr traurig. In ein kleines Dorf wird vom ganzen Land von bestimmten Gruppierungen „hineingefunkt“.

Der Bürgermeister wird persönlich angegriffen und verleumdet, da muss man sich nicht wundern, wenn dieser zurücktritt oder nicht mehr zur Wahl antritt. Verlocken diese Fakten noch, dass tüchtige, idealistische Menschen so ein Amt übernehmen wollen?

Renate Burtscher, Thüringen