Bindung an die Quelle sichern

Leserbriefe / 02.05.2022 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Leserbrief „Große Gegensätze“ von Pfr. Rohner 23./24.4.2022:

Das gemeinsame Priestertum der Gläubigen und das Amtspriestertum sind einander zugeordnet. Dass die Kirche „hierarchisch und sakramental“ verfasst ist, garantiert ihre Bindung an Christus. Hierarchie heißt „heiliger Ursprung“. Papst Franziskus schreibt: „Einige meinen, dass das, was den Priester auszeichnet, die Macht ist, die Tatsache, dass er die höchste Autorität innerhalb der Gemeinschaft ist. Aber obwohl das Priestertum als „hierarchisch“ betrachtet wird, bedeutet dieser Dienst keine Überordnung gegenüber den anderen. Dass der Priester „Christus das Haupt“ darstellt, bedeutet vor allem, dass Christus die Quelle der Gnade ist. Die Sakramente zeigen und vermitteln den nahen Gott, der barmherzig zu seinen Kindern kommt, um sie zu heilen und zu stärken.“ (Querida A.) Wie wir wissen, kommt auch Fehlverhalten seitens der Amtsträger vor. Dennoch bleibt es durch die Geschichte hindurch die Beauftragung der Bischöfe und Priester, in den Sakramenten die Sendung, das erlösende Handeln und Wirken des Hohenpriesters Jesu Christi gegenwärtig zu setzen und zu vermitteln, was der Mensch nicht tun kann, sondern was der Herr tut. Allerdings: „Für Gott bedeutet Autorität Dienen, Demut, Liebe; sie bedeutet, in die Logik Jesu einzutreten, der sich herabbeugt, um die Füße der Jünger zu waschen und sein Leben hinzugeben, da er die Liebe ist.“ (Benedikt XVI.)

MMag. Sylvia Albrecht,

Rankweil