Diskussion Sommerausstellung

Leserbriefe / 03.05.2022 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Seit drei Wochen ist Kulturamtsleiterin Mag. Judith Reichart wieder im Amt. Das scheint einige (politische Kontrahenten) zu stören, die durch falsche, mittlerweile auch widerlegte Vorwürfe versucht haben, die amtierende Kulturchefin zu diffamieren. Inzwischen ist Mag. Reichart aber wieder im Amt, und das ist gut so, denn das monatelange Fehlen einer künstlerischen Leitung stellt zweifelsohne einen Verlust sowohl für Kunstschaffende als auch für Kunstinteressierte in einem Land dar. Um sich ein realistisches Bild über die Leistung und das Engagement der nun wieder eingesetzten Kulturamtsleiterin zu machen, sollte man sich das umfangreiche und vielfältige Programm vor Augen führen (zahlreiche Ausstellungen, Festivals, Konzerte), das Mag. Reichart in ihrer kurzen Amtszeit und trotz der Corona-Pandemie umsetzte – und damit viel frischen Wind und Qualität in die Bregenzer Kulturlandschaft brachte. Mag. Reichart hat in dieser kurzen Zeit der Meinung vieler Kulturschaffenden nach mehr errichtet als manche Vorgänger/innen. Und nun wurde ihr Konzept zur Sommerausstellung – zum ersten Mal überhaupt in der Bregenzer Rathausgeschichte – vom Kulturstadtrat abgelehnt. Wie ist das möglich? So wie die Kunstfreiheit in unserem Land ein Grundrecht darstellt, das die Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen garantieren und fördern soll, sollte auch die Kunst frei von politischer Einflussnahme sein und von kunstschädigenden machtpolitischen Interessen geschützt werden.

Dr. Anna Greissing, Innsbruck