Luftwärmepumpenförderung

Leserbriefe / 09.05.2022 • 19:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Herr Kurt Meusburger aus Schwarzach bemängelt in seinem Leserbrief vom 5. 5. 2022, dass das Land Vorarlberg – im Gegensatz zum Bund – Luftwärmepumpen (LWP) nicht fördert. Gut so, offenbar gibt es im Land die besseren Fachleute. Im Gegensatz zur Werbung entnimmt die LWP bleibend der Luft keine Wärmeenergie, sie ist eine reine Elektroheizung! Im Detail: Die LWP entnimmt mit einem elektrischen Gebläse der Außenluft vorübergehend(!) Wärmeenergie in einem Wärmetauscher. Bei sehr niedrigen Temperaturen wird eine elektrische Heizpatrone mit typischerweise
4 kW zugeschaltet. Der Wärmetauscher übergibt die Energie an das Wärmeträgermedium, das danach mit einem elektrischen Kompressor verdichtet und erhitzt wird. Danach wird die Summe aus Luft- und elektrischer Energie in einem zweiten Wärmetauscher (Kondensator) an den Heizkreis übergeben. Die Heizung erwärmt die Wohnung, das Haus usw. Danach wird die Summen­energie durch die Wände, Fenster usw. an die Außenluft übergeben. Es wird also keine Wärme der Außenluft bleibend als Gewinn ausgenutzt, vielmehr wird die Außenluft durch die elektrische Energie erwärmt. Die Werbung argumentiert immer mit dem COP-Wert, der aussagt, dass mit einer Einheit Stromenergie 3,5 Einheiten Wärmeenergie gewonnen wird. Diese Aussage ist am Eingang in den Kondensator durchaus realistisch, hat aber auf die Energiebilanz der vollständigen Heizeinrichtung eine vernachlässigbare Bedeutung!

DI Dr. Bernd Oesterle, Hard