Das Bier im Gösser, die Torte im Museum

Markt / 04.02.2013 • 22:05 Uhr
Neues Leben in einem der traditionsreichsten Wirtshäuser von Bregenz: Das „Gösserbräu“ wird bald wieder für Gäste geöffnet.
Neues Leben in einem der traditionsreichsten Wirtshäuser von Bregenz: Das „Gösserbräu“ wird bald wieder für Gäste geöffnet.

Frühlingserwachen in der Bregenzer Gastronomie: Neue Lokale, Wirte und Konzepte.

Bregenz. Bregenz soll schöner werden. Das scheint derzeit die Parole in der Landeshauptstadt zu sein. Nicht nur der Kornmarktplatz wird bis zum Sommer eine Attraktion werden, auch drumherum wird vieles anders. Vor allem in der Gastronomie der Landeshauptstadt gibt es interessante Neuigkeiten. Und die Braugaststätte Gösser, die viele Stammgäste schon verloren wähnten, erlebt ein glanzvolles Comeback.

Wenn alles glattläuft, wird bereits im Sommer wieder gewirtet in der Bregenzer Traditionswirtschaft, bestätigt ein Insider auf Anfrage der VN. Bereits am 16. Jänner wurde die „Haberkorn GösserBräu Immobilien GmbH“ beim Landesgericht Feldkirch eingetragen. Gesellschafter sind Monika und Claus Haberkorn, die zusammen 52 Prozent der Gesellschaft besitzen, und die HATEC Privatstiftung mit 48 Prozent, auch sie der Familie Haberkorn zuzurechnen. Pächter gibt es noch keinen, doch Interessenten sind vorhanden. Dass Haberkorn, der sich gerade im Ausland aufhält, die Initiative ergriffen hat, wird auch den Bürgermeister der Landeshauptstadt, Markus Linhart, freuen, der sich für den Erhalt des „Gösserbräus“ sehr engagiert hat, wie ihm von allen an den Verhandlung beteiligten Personen attestiert wird. Wichtig für die Stadt ist vor allem der Erhalt des Saales. Gerade jetzt, in der Faschingszeit, wird deutlich, wie sehr dieser Saal fehlt.

Bunte Gastronomie in Bregenz

Die gastronomische Landschaft am See wird aber in den nächsten Wochen und Monaten um weitere Facetten bunter. Das freut auch Wirte-Obmann Michael Salzgeber, der zwar selbst immer wieder als Wirt für verschiedene Projekte im Gespräch war, sich aber weiterhin auf sein „Kornmesser“ konzentriert, wie er den VN versichert.

„Neue Lokale erhöhen die Attraktivität unserer Stadt“, sagt Salzgeber. Wer allerdings sein direkter Nachbar im KUB-Café wird, das weiß er noch nicht. „Das werden wir noch diese Woche entscheiden. Eines kann ich sagen: Heino Huber vom Deuringschlössle ist es aber nicht“, sagt Markus Unterkircher, der für das Immobilienmanagement der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft zuständig ist. Mit dem Herrn über Deuringschlössle, Maurachbund und Hohentwiel, Heino Huber, soll bereits ein Vorvertrag existiert haben, der allerdings nicht eingelöst wurde, wird in der Bregenzer Wirteschaft kolportiert und auch von Unterkircher nicht dementiert.

Haubenkoch Heino Huber hat indes andere Pläne, die der Gastronomie in der Stadt am Bodensee entscheidende Impulse geben könnten. Das Deuringschlössle als „erstes Haus am Platz“ soll ein Facelift bekommen, das Aufsehen erregt. So ist ein Lift von der Thalbachgasse zum Haus in der Oberstadt geplant, der in einen gläsernen Steg und in eine große Terrasse mündet, der den Gästen des Haubenkochs neben der kreativen Küche auch eine ganz neue und exklusive Aussicht auf Stadt und See bieten wird.

Und überraschend anders soll auch das Restaurant im neuen Vorarlberg Museum werden, das praktischerweise an Rainer Troy vom Theatercafé, das dem neuen Ausstellungshaus genau gegenüber liegt, verpachtet wurde. Das Lokal wird im Sommer auch den neuen, schmucken Platz als Bühne nutzen können. Schöne Aussichten also für Flanierer und Genießer für diesen Sommer.