Österreich liebt das Weihnachtsfest, Frauen und Jüngere besonders

Markt / 28.11.2014 • 20:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei den Österreichern ist Weihnachten hoch im Kurs. Auch bei Nicole (l.) und der zwölfjährigen Lena.  VN/Steurer
Bei den Österreichern ist Weihnachten hoch im Kurs. Auch bei Nicole (l.) und der zwölfjährigen Lena. VN/Steurer

Männer und Bewohner größerer Städte können mit dem Heiligen Abend wenig anfangen.

Wien. (VN) Österreich liebt das Weihnachtsfest, besonders enthusiastisch sind Frauen, Unter-30-Jährige sowie Familien mit Kindern. Nur ein Fünftel kann mit dem Heiligen Abend wenig anfangen, so Anna Kulnig vom Marktforschungsunternehmen GfK bei einer Studienpräsentation in Wien.

Dabei wird das Fest durchaus auch kritisch gesehen: 45 Prozent stimmen der Aussage sehr zu, dass es immer kommerzieller wird. Das liegt laut Kulnig u.a. daran, dass viele das Einkaufen zu Weihnachten als stressig empfinden. Dabei sind die Enthusiasten viel organisierter und haben schon einen Teil der Besorgungen erledigt.

Wie viel wird für Geschenke ausgegeben? Hier wurde der Abwärtstrend der vergangenen Jahre gestoppt: Im Durchschnitt wollen die Österreicher 387 Euro ausgeben, was auf dem Niveau von 2013 liegt. Die Vorarlberger sind etwas zurückhaltender: 90 Prozent der Vorarlberger – oder 280.000 Vorarlberger (ab 15 Jahren) – werden heuer Weihnachtspräsente kaufen, und sie planen, dafür im Schnitt rund 330 Euro auszugeben. Das ergaben Analysen der KMU Forschung Austria auf Basis einer repräsentativen Konsumentenbefragung in Vorarlberg. „Im Vergleich zum Vorjahr sind die Vorarlberger damit etwas zurückhaltender, was das Budget betrifft“, erklärt Gebhard Sagmeister, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Das Budget nimmt mit dem Alter und den finanziellen Möglichkeiten zu. Die Generation 60+ schenkt jeweils für rund 500 Euro, während sich die Unter-30-Jährigen „nur“ 211 Euro leisten. Da trifft es sich gut, dass jeder Vierte sich nichts Kommerzielles wünscht, sondern sich auch über etwas Selbstgebasteltes freuen kann. Dennoch sind Gutscheine (48 Prozent), Bücher (33 Prozent) und Spielwaren (24 Prozent) die häufigsten Präsente. Schmuck/Uhren (24 Prozent) und Bargeld (24 Prozent) sollten heuer aber zulegen, meinte Kulnig.

Auch Essen und Trinken sind über die Feiertage durchaus ein Thema: Zwei Drittel backen die Kekse selbst, kaufen mehr Alkohol und entscheiden sich für hochwertigere Lebensmittel. Der Dezember ist daher mit einem Plus von zehn bis 15 Prozent der umsatzstärkste Monat für die Lebensmittelbranche.