Bausparen bleibt eine sichere Bank

27.10.2015 • 21:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schaffung von Wohnungseigentum und damit das Bausparen bleibt das Ziel vieler Vorarlberger. Foto: VN/Steurer
Die Schaffung von Wohnungseigentum und damit das Bausparen bleibt das Ziel vieler Vorarlberger. Foto: VN/Steurer

Obwohl die Österreicher insgesamt weniger sparen, bleibt Bausparen für die meisten attraktiv.

Schwarzach. (VN-sca) Die Bedeutung des Sparens ist an einem Tiefpunkt angelangt; kein Wunder beim derzeitigen Zinsniveau. Die Banken können ein Lied davon singen und suchen händeringend nach Alternativen zu den klassischen Sparformen. Ende August hatten die Österreicher 219 Milliarden Euro auf der hohen Kante, ein Minus von 1,8 Prozent gegenüber Juli 2015 und 0,2 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr. Durchschnittlich legten die Sparer 201 Euro aufs Konto.

Ausgenommen vom Negativtrend bleibt nur eine klassische Sparform, wie der Generaldirektor der S-Bausparkasse, Josef Schmidinger, im Gespräch mit den VN betonte. Bei der Frage nach der beliebtesten Sparform lag das Bausparen klar voran: 36 Prozent haben sich dafür entschieden, für das klassische Sparbuch nur 26 Prozent. Die Zahlen werden auch durch eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts „Marktagent“ belegt. Befragt wurden 1000 Österreicher, die im Besitz eines Bausparvertrags sind. Mehr als drei Viertel sind mit dieser Sparform grundsätzlich zufrieden. Jeder Vierte findet die aktuelle Bausparprämie attraktiv.

Leistbare Finanzierung

Darauf weist auch der Leiter der S-Bausparkasse in Vorarlberg hin. Harald Salzmann: „Kapital plus Verzinsung plus staatliche Prämie tragen zur Rentabilität für die Sparer bei und unterstützen so über den Umweg der Sparförderung die leist- und berechenbare Wohnungsfinanzierung der Vorarlberger.“ Seine Bausparkasse, die Nummer zwei im Land, betreut in Vorarlberg derzeit ca. 83.000 Kunden, konkret 76.920 Konten im Anspar- und 5826 im Darlehensbereich.

45,1 Prozent Steigerung

Auch das Darlehensgeschäft der s-Bausparkasse in unserem Bundesland unterstreicht die Attraktivität und die gute Meinung, die Vorarlberger vom Bausparen haben. Die neu vergebene Darlehenssumme in den ersten drei Quartalen stieg um 45,1 Prozent auf mehr als 32 Millionen Euro. Der Ausleihungsbestand liegt derzeit mit 318 Millionen Euro noch leicht unter dem Vorjahrsergebnis (- 2,1 %). Bis zum Jahresende sollte sich das, so Salzmann, mit Blick auf die Performance im heurigen Jahr, ins Plus drehen; zumal sich die s-Bausparkasse noch Marketingaktionen ausgedacht hat, von denen sich ihr Chef Schmidinger viel verspricht.

Ich denke, dass sich das Vertrauen in das Produkt Bausparen im Laufe des Jahres weiter festigen wird.

Josef Schmidinger