Ein zartes Pflänzchen, das aber noch keine große Euphorie verspricht

02.11.2015 • 21:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erstmals seit 2012 gab es in Vorarlberg im Jahresvergleich wieder etwas weniger Jobsuchende.

Bregenz. (VN-reh) Ende Oktober gab es in Vorarlberg mit insgesamt 13.050 Personen auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz im Vergleich zum Vorjahr erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. Aber es gibt deshalb nicht weniger vorgemerkte Arbeitslose im Land. Der Grund dafür ist, dass sich die Zahl der Schulungsteilnehmer verringerte. Und diese werden statistisch immer zur Gesamtarbeitslosenzahl dazu gerechnet. Große Euphorie gibt es also nicht. Auch beim AMS Vorarlberg geht man davon aus, dass sich das Arbeitskräfteangebot weiterhin erhöhen wird. Also dass es mehr Menschen gibt, die auf der Suche nach einem Job sind.

Ältere und Ausländer

Und dann sind da noch die altbekannten Problemfelder auf dem heimischen Arbeitsmarkt, die sich auch in absehbarer Zeit wohl kaum ändern werden. Denn die Zahl an arbeitslosen über 50-Jährigen nimmt von Monat zu Monat zu. Auch im Oktober war das nicht anders. Erschwerend kommt hinzu, dass fast 40 Prozent von ihnen eine vermittlungsrelevante physische oder psychische Einschränkung haben. Zudem sind auch ausländische Personen überdurchschnittlich stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Der Grund liegt laut AMS darin, dass Arbeitskräfte aus den „klassischen“ Herkunftsländern wie Türkei oder den Staaten des ehemaligen Jugoslawien in den letzten Jahren oft durch jüngere und zum Teil besser ausgebildete Personen aus dem EU-Raum ersetzt wurden.

Dennoch steht Vorarlberg genauso wie die anderen westlichen Bundesländer Tirol und Salzburg im Österreichvergleich noch gut da. In Österreich haben im Oktober 410.854 Personen einen Job gesucht, das sind um 21.699 mehr als noch vor einem Jahr. Das Bundesland mit dem größten Zuwachs war Wien mit plus 17,4 Prozent.