Intersky-Nachfolger steht bereit

09.11.2015 • 21:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eurowings steht in den Startlöchern. Foto: reuters
Eurowings steht in den Startlöchern. Foto: reuters

Intersky-Insolvenz gestern eröffnet. Eurowings soll Strecken Berlin und Düsseldorf übernehmen.

Bregenz. (VN) Jetzt ist es Realität: Die Insolvenz der InterSky Luftfahrt GmbH wurde gestern wie erwartet in Form eines Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch eröffnet, berichten die Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV. Als Geschäftsführer fungieren Renate Moser und Roger Hohl. Zu den Gesellschaftern gehören die Intro Beteiligungs GmbH, die Intro Aviation GmbH, die PEON Beteiligungs GmbH sowie die Brigitte Privatstiftung und Rolf Seewald sowie seine beiden Söhne Günter und Christian. Die Höhe der Passiva werden mit 5,5 Millionen Euro angegeben. Dem gegenüber stehen Aktiva in Höhe von einer Million Euro. Dabei sei allerdings die Abrechnung der Leasingfirma für die vier betriebenen geleasten Flugzeuge nicht berücksichtigt, weshalb es zu einer Erhöhung des Passivstandes kommen werde, heißt es vonseiten des Alpenländischen Kreditorenverbandes. Zum Masseverwalter wurde der Dornbirner Rechtsanwalt Lukas Pfefferkorn bestellt. Gläubigerforderungen können ab sofort angemeldet werden.

Vorerst 55 Jobs betroffen

„Die Ursache der Insolvenz liegen vor allem darin, dass die von uns bedienten Strecken unrentabel wurden. Es hat sich gezeigt, dass durch die Verwendung von zwei größeren Maschinen der Finanzbedarf bei Weitem höher als erwartet ist. Zudem haben sich die von uns bedienten Strecken als weniger ertragreich als erwartet erweisen“, ist im Antrag formuliert. Betroffen sind 55 Dienstnehmer, weil es sich bei der Insolvenz der InterSky Luftfahrt GmbH nicht um das gesamte Unternehmen „InterSky“ handelt. Bei der Seewald Leasing GmbH, wo das fliegende Personal beschäftigt wird, wurde laut KSV1870 das formelle Verfahren indes noch nicht eröffnet.

Konkurrent übernimmt

Für den Flughafen Friedrichshafen währte die Trauer nur kurz. Denn mit der Lufthansa-Billigtochter Eurowings soll laut gut informierten Branchenportalen bereits eine neue Fluglinie bereit stehen – zumindest für die Strecken nach Berlin-Tegel und Düsseldorf. Gestartet werden soll ab dem 26. November einmal täglich, außer samstags. Airport-Friedrichshafen-Sprecher Andreas Humer-Hager will das nicht bestätigen. Genauso wenig ob später auch die Intersky-Strecke nach Hamburg übernommen wird. Laut Humer-Hager würden Gespräche mit mehreren Airlines geführt. Man hoffe, bis in zwei Wochen konkrete Ansagen machen zu können.